Mississippi

Mit Wald und Hügel gehts weiter. Eine schöne Strecke, nicht so fotogen da man nie eine Übersicht hat. Jetzt am Montag wo die Sonntagsausflügler und Motorradfahrer wegfallen hat’s wenig Verkehr. Ich hab ja immer die amerikanischen Autofahrer gelobt. Aber seid ich in Missouri bin, bin ich nicht mehr so glücklich mit ihnen. Einer hat mich sogar mit dem Rückspiegel touchiert. Und manchmal macht sich ein Truckfahrer den Spass beim überholen genau neben mir sein Horn zu betätigen. Ich hoffe es bleibt bei diesen Ausnahmen.
Obwohl, man hört da so einiges von Kentucky. Ein besonderer Spass soll es sein beim bergabfahren mit den grossvolumigen PickUps, im Leerlauf neben die Velofahrer zu fahren und dann Vollgas zu geben um den Velofahrer einzunebeln. Der Fachbegriff dazu heisst „Rolling coal“. Auch könne man nicht durch Kentucky fahren ohne Pfefferspray, wegen den Hunden, die zum Teil speziell auf die Radfahrer abgerichtet würden. Aber ich habe schon mehrmals erlebt, dass wenn man immer wieder solche Schauergeschichten hört, am Schluss nichts dran ist.
In Farmington hat’s wieder mal ein Bikers Hostel. Ein altes Gebäude, ehemaliges Gefängnis, das sehr schön zu einem Hostel ungenutzt wurde . John ist schon dort. Er macht den TransAmTrail von Colorado wo er wohnt nach Osten. Das habe ich in meiner Planung zu einem großen Teil auch vor und so beschissen wie morgen nach Myrphisbarro zu fahren und dort auf dem Campingplatz zu übernachten. Er fährt früher los als ich.
Nochmals schlägt Missouri mit seinen Hügeln zu. Zuoberst nach einem Aufstieg treffe ich auf 2 Radfahrer. Vater und Sohn aus England. Sie wollen den ganzen TransAmTrail bis nach Oregon machen. Das Velo haben sie für diese Tour gekauft und sind vorher nie Rad gefahren. Mutig! John sei nur grad 10 Minuten vor mir. Dann nach dem 1000entsten Aufstieg sehe ich die Ebene, durch die der Mississippi fließt. Runter und dann Flach. Über die Cheszerbrücke überquere ich den Fluss von dem jeder europäische Junge mal geträumt hat. Ich mache mein Picknick am Flussufer. Jetzt habe ich beide US-Flüsse überquert, die man in Europa kennt. Mit dem Überqueren des Mississippi verlasse ich auch Missouri und bin nun für ein paar Tage in Illinois. Ich hoff der TransAmTrail ist hier auch so gut gekennzeichnet. Mit der 76, die Jahreszahl der Eröffnung dieses Trails zur 200 jahr Feier der USA.
Aber es bleiben mir noch einige km zu fahren. Erst bei 135 km komme ich zu unserem Campingplatz in einem Statepark schön gelegen an einem See. John erwartet mich schon. Ich nehme noch ein kühles Bad im See. Ein Bad, ja es ist schon richtig warm geworden.

3 Gedanken zu „Mississippi

  1. Ja, der Mississippi ist tatsächlich der Fluss, dessen Name ich aus den Tom Sawyer und Huckleberry Finn Büchern von Mark Twain kenne. Spannende Abenteuerbücher aus der Kindheit!

    Schön, diesen riesigen Fluss mit der Kamera von Jean-Pierre zu sehen.

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