Und wieder weg vom Meer

6.4
Und er kommt, mein Warmshowergastgeber. Seine Wohnung ist voll von Filmmaterial. Riesige Filmrollen, Kinoplakate, zwei Kinosessel und eine Sammlung von analogem Foto und Filmmaterial. Er hat früher beim Film gearbeitet, so wie ich verstanden habe als Kameramann. Aber da bin ich nicht sicher, denn wir reden Spanisch zusammen, das ist zwar gut für mein Spanisch, aber er spricht so schnell dass vieles auf der Strecke bleibt. Beim anschliessenden Film über die Geschichte von Tarragona, den er mir zeigt, muss ich dann schon aufpassen dass ich nicht einschlafe.
Nach einem guten Zmorge fahren wir zusammen in die Stadt. Der alten Stadtmauer entlang, die über weite Teile noch gut erhalten ist, zur Arena. Nach ein paar Selfies zieht es mich weiter. Ich habe zwar keinen sehr langen Weg vor mir aber es geht wieder in die Berge. Gestern Abend haben wir zusammen noch die Strecke bis Barcelona angeschaut und Josep hat mir von der Küstenstrasse abgeraten. Der Weg der mir mein Navi gesucht hat ist eher Singeltrail und Sandstrand oder dann viel Verkehr bei sehr schmaler Strasse. Und die Idee wieder etwas weg von der Küste gefällt mir.
Die ersten 20 km sind noch flach doch dann steigt es allmählich an. So richtig rauf gehts aber erst am Nachmittag. Als ich sehe, dass ich nur noch 200 Höhenmetern bis zur Passhöhe habe, suche ich mir im Wald, der da ist wo mir das Josep vorausgesagt hat, einen Platz zum Schlafen. Morgen sollte ich also gegen Mittag in Barcelona sein. Da fehlt dann nicht mehr viel und es kommt Frankreich. Aber die Hälfte meiner geplanten Reisezeit ist auch schon vorbei.

2 Gedanken zu „Und wieder weg vom Meer

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