Alle Artikel von admin

Das Ende

Viel unternehme ich auch die nächsten 2 Tage nicht. Einmal fahre ich mit dem Zug nach San Jose und dann mit Micha, der zur Arbeit fährt, nach San Francisco.
Da besuche ich einen Park, der über dem Busbahnhof, der selbst schon auf einer Brücke steht. Ist speziell zwischen all den Hochhäusern auf der Höhe des ça. 5. Stockes im „Wald“ zu stehen.
Am Abend suchen wir uns einen schönen Vordergrund für Bilder des aufgehenden Vollmondes. Aber wie so häufig in San Francisco macht uns der Nebel einen Strich durch die Rechnung.
Heute Donnerstag ist der Tag der Abreise. Alles ist gepackt, das Velo in seinem Karton und um 16h geht’s zum Flughafen.
Vielen Dank an alle Leser des Blogs. Und wenn ihr meine nächste Reise nicht verpassen wollt, schreibt euch für den Newsletter ein. Ich weiss noch nicht wann und wohin, aber ihr bekommt Bescheid.

Das kleine Orange unter der Brücke etwas links der Mitte ist der Mond, den wir 1 Minute zu sehen bekommen.

San Carlos

Eigentlich habe ich im Sinn gehabt nach San Francisco zu gehen und mir die Stadt noch etwas anzuschauen, aber irgendwie mag ich mich nicht so recht aufraffen und bleibe erstmal 2 Tage in San Carlos, gehe Einkaufen, koche und einmal bis zur Bay. Auf dem grossen Bildschirm von Misha schaue ich mir die Bilder meiner Reise an. Das sieht schon besser aus als auf dem Handy.

Zurück nach San Francisco

Ich bin erst auf einer stark befahrenen Strasse mit breitem Seitenstreifen unterwegs doch ab Petaluma ist es eine kleine Strasse oder ein Veloweg, entlang des berühmten Hgw 101.
Schon am Mittag bin ich nahe meines Warmshower Gastgebers. Viel zu früh, denn er kommt erst abends von der Arbeit zurück. Also schliesse ich mein Velo an ein Geländer und nehme den Bus zur nächsten Ortschaft. Da hat’s ein Einkaufszentrum mit einem REI Laden, der Outdoorausrüster der USA. Da kann ich mich gut verweilen.
Zu meinem Gastgeber hat’s noch eine kleine Steigung. Auf 300m Meter 20% Bergauf und dasselbe wieder runter. Ich bin froh, dass ich nicht nach einem langen Velotag müde diese Strecke machen muss.
Dafür werde ich umso freundlicher empfangen.
Tom erinnert mich an Arnold Schwarzenegger. Er ist Police Officer und ich kann ihn mir gut vorstellen wie er auf einer Harley durch die Gegend fährt. Er ist auch ein Leichtgewicht Freek und wir vergleichen unser Material.
Es sind noch 32 km bis zur Goldenen Gate Bridge. Leider ist sie, wie meist im Sommer im Nebel. Ich fahre noch um Douwntoun San Francisco herum. Aber die nochmals 50 km bis zur neuen Wohnung von Mike mag ich nicht. Es ist alles durch Wohn und Industrie Gebiet also auch nicht sehr attraktiv. So kommt es, dass ich den kleinen Rest mit dem Zug mache und schon am frühen Nachmittag bei Mike in San Carlos ankomme und somit meine Velotour mit 3372 km und 20779 Höhenmeter abschliesse.

Napa Valley und Sonoma

Die Weiterfahrt ins Nspavally ist genau so schön. Hügelig rauf und runter, bewaldet und ab und zu ein kleiner Bach. Und dann beginnts mit den Rebbergen. Das Napa Valley ist das bekannteste Weingebiet in den USA. Man merkt auch dass alles etwas schöner ist. Die Autos sind neuerer, die Häuser grösser und die Cityparks besser aufgeräumt. Nach Napa komme ich nach Sonoma und treffe dort Eric und Lisa. Sie haben mich vor 4 Jahren am verschneiten Pass zum Lake Taho mitgenommen als ich mit dem Velo nicht mehr weiterkam. Wir haben uns viel zu erzählen und die Bilder zu zeigen von unseren Reisen, die wir in der Zwischenzeit gemacht haben.
Ein ruhiger Tag in Sonoma mit dem erledigen der üblichen Sachen. Für Morgen habe ich einen Warmshower Gastgeber nördlich von San Francisco. Von da ist es dann nicht mehr Weit bis zur Goldenen Gate Bridge.
Eine kleine Wanderung mache ich noch auf den Hausberg von Sonoma. Ich freue mich schon auf den Abend mit Eric und Lisa und die interessanten Gespräche.

Vor und nach Sacramento

Sacramento
Die letzten 25km nach Sacramento sind eine Wohltat zum fahren. Ein leicht kurviger Veloweg einem Fluss entlang.
Meine Gastgeber wohnen im 3. Stock. Das erste mal in den USA dass ich nicht im Parterre oder Sous-sol einquartiert bin. Von July 4th kriege ich nicht viel mit. Wir gehen extra in den 4. Stock in eine Gemeinschaftslounge aber trotzdem kann man das Feuerwerk nur erahnen.
Weiter geht’s auf einem Veloweg einer sehr lauten Autobahn entlang nach Davids und Winter. Dann wird’s wieder schön. Eine wenig befahrene Strasse entlang einem Fluss. Nach der Wüste geniesse ich ein Bad im Fluss am Mittag und die Aussicht auf einen Stausee am Abend. Zwar übernachte ich auf einer Strasse aber das Tor, das die Strasse sperrt scheint schon lange nicht mehr geöffnet worden zu sein. Es ist wahrscheinlich das letzte mal dass ich im Zelt schlafe.

Rückreise

Rückreise
Seit einigen Tagen, ich glaube es begann auf dem schönen Camping vor Austin fühle ich mich auf dem Heimweg. Nicht dass ich mich nicht freute auf was noch kommt, die zwei Pässe, den Besuch bei Eric und Lisa in Simona, die glorreiche Einfahrt über die Golden Gate Bridge nach San Francisco und auch noch die paar Tage bei Misha. Aber irgendwie ist es der Heimweg und ich beginne mir Gedanken zu machen über dass was mich zu Hause erwartet, schönes, Arbeit und weniger schönes.
Aber erstmal fahre ich Richtung Sacramento. John und Su, die ich vor 4 Jahren getroffen habe und vor 3 Jahren nochmals in Lyon sind auch jetzt in Lyon. Aber ich habe mir andere Warmshower Gastgeber gefunden. 60 km vor Sacramento finde ich meinen Schlafplatz neben einem ausgetrockneten Fluss zwischen ein paar Bäumen.

Verbrannter Wald

Für den grossen Aufstieg bon ich früh aufgestanden. Und so komme ich nicht allzu stark ins Schwitzen.
Es hat viel Verkehr. Ich habe einen breiten Seitensteeifen so dass meine Fahrt sicher ist und eine schöne Landschaft doch der Lärm wird erst mit den Kopfhörer erträglich. Kurz nach der Psshöhe, es ist der zweitletzte Pass, hat man eine wunderbare Aussicht auf den Lake Taho. In South Lake Taho mache ich meine Mittagspause. Es ist ein sehr touristischer Ort mit schönen Bänken am See für mein Picknick.
Ein perfekter Veloweg durch einen Wald führt mich zum letzten Pass meiner Reise. In der Hälfte des Anstiegs finde ich in einem verbrannten Wald einen Platz für die Nacht.
Bis zur Passhöhe ist es nicht mehr weit. Da treffe ich auf den PCT (Pacific Crest Trail). Ein Wanderweg von Canada bis nach Mexico. Und von da geht’s runter zum Pacific. Die verbrannten Waldgebiete sind riesig. Nach 40km hat’s immer noch verkohlte Bäume. Manchmal sieht man nur noch einen Kamin stehen, vom Rest des Hauses ist nichts mehr vorhanden.

Carson City

Die loanliest Road verwandelt sich nach Fallon in eine 7spuhrige Autobanhn und der Verkehr ist auch entsprechend. Nach 20 km wird’s besser. An einem See solls Campingplätze geben und so nehme ich die erste Abzweigung die entsprechend signalisiert ist. Schön an einem Fluss gelegen ist der Platz. Nicht gerade geeignet für Milchstrassenfotografie, dafür werde ich, noch bevor ich das Velo abgestellt habe zu einem Drink und einem Essen eingeladen. Das Essen muss ich ablehnen, mein Huhn vom Mittag lässt noch keinen Platz aber den Drink nehme ich gerne. Es ist eine Mutter mit ihrem erwachsenen Sohn, die einmal im Jahr zusammen Ferien machen. Sie freut sich endlich jemand zum reden zu haben. Ihr Sohn ist mehr am Smartphone interessiert. Dabei erzählt sie viel interessantes.
Kurz vor Mitternacht mache ich dann doch noch einige Sternenfotos. Auf Sternenspuren bin ich aus. Als ich noch den Himmel zwischen zwei Bäumen fotografiere merke ich, dass sich die Milchstrasse genau dazwischen befindet und so wird es auch wieder 2 Uhr bis ich mich wieder hinlege.
Ich muss mich zwingen um 5 aufzustehen, aber es sind doch noch 85km bis nach Carson City und es soll wieder sehr warm werden. Die Strecke überrascht mich, flach, sandig und ohne Kurven habe ich sie im Kopf. Nein, kurvig, mit wechselnder Vegetation und mit stetem auf und ab präsentiert sie sich. Das ist ja schön doch auch anstrengend. Der aufkommende Gegenwind hilft da auch nicht.
Von Unterwegs rufe ich Salt an. Seit gestern funktioniert meine Internetverbindung schon wieder nicht mehr. Ich habe das Problem Anfang Monat schon mal gehabt und da half ein Anruf. Mein Datenvolumen sei aufgebraucht. Aber ich habe unlimitiertes Volumen. Sie hätten die Zonen geändert. Das interessiert mich nicht, ich bestehe auf meine vertraglichen Abmachungen. Es ist ein langes hin und her bis ich sofort wieder 500 MB bekomme und er alles an seine Vorgesetzten weiterreichen die sich bald mit mir in Verbindung setzten. Bevor ich diesen Vertrag abgeschlossen habe hat mich Nathalie gewarnt, dass Salt bekannt sei für solche hinterlistigen Tricks. Anscheinend hat sie recht behalten.
Mit der Verbindung mit meinen Warmshower Gastgebern hat’s, dank der Datenpanne auch nicht so recht geklappt doch ich weiss noch, von vor 4 Jahren, wo ungefähr sie wohnen und tatsächlich, nach etwas hin und her fahren finde ich ihr Haus und „mein Häuschen“ gleich daneben. Ich muss allerdings erst noch ein Eis essen gehen bevor sie nach Hause kommen. Es ist schon fast ein Wiedersehen wie mit alten Freunden. Wir erzählen uns was wir in der Zwischenzeit gemacht haben und wie wir die Coronazeit überstanden haben. Speziell Greg der als Arzt die Regierung beraten hat. Als sie mich zum Essen einladen bin ich schon beinahe „enttäuscht“ denn ich erinnere mich an die exzellenten Kochkünste von Greg. Aber auch so komme ich zu einem guten Znacht.
Heute ist alles in Ordnung bringen angesagt: Kette Ölen, Einstellungen am Velo, wieder montieren der Rpcklichthalterung, das Zelt hat ein kleines Loch, Hosen flicken, alle Geräte aufladen, Wäsche waschen und Vorräte auffüllen. Zwischendurch vor meinem Haus diesen Bericht schreiben und den Ruhetag geniessen. Ich freue mich schon auf Nachtessen heute kocht Greg wirklich.

Middelgate und Fallon

Bis nach Carson City, dem Ende der Wüste Strecke sind es noch 3 rechte Tagesetappen. Da ziehe ich es vor schon jetzt etwas davon zu fahren. Zu meiner letzten Hochebene. Es ist windstill und so schlage ich mein Zelt mitten in der Ebene auf. Ich versuche ein Timelapse von der Milchstrasse zu machen. Das schöne dabei ist, dass ich die Kamera einstellen kann und dann macht sie den Rest für die nächsten 2 Stunden alleine und ich kann mich wieder hinlegen. Das weniger schöne, das Resultat sehe ich erst wenn ich wieder zu Hause bin, denn dazu brauche ich den Computer.
Weiter geht’s zum Middelgate, ein Restaurant im Western Style. Es soll hier die besten Hamburger geben. Was die Qualität von Hamburger angeht bin ich nicht der Spezialist, die Grösse jedenfalls ist beeindruckend.
Auf dem Weg weiter gibt es ein paar Plätze die sich für eine Übernachtung eignen würden aber ich habe mir einen staatlichen Picknickplatz ausgesucht und werde enttäuscht. Keine schönen Picknickplätze, keine schattigen Bäume, nur Sand, Parkplätze und 3 WC Häuschen. Zum weiterfahren ist es zu spät also richte ich mich im Windschatten eines WC Häuschen ein und schlafe sehr gut. Gehen 2 Uhr Wache ich auf, schaue aus dem Zelt um festzustellen dass es gut um Fotografieren wäre und schlafe gleich wieder ein.
Ich stehe früh auf Räume meinen Platz damit die Amerikaner wieder ungehemmt mit ihren Allradscarts durch die Danddühnen fahren können. Nach 50 im bin ich in Fallon und damit in der Zivilisation. 1. zum Wallmart und essen und Trinken Einkaufen.
2. Stadtpark essen und hinlegen.
3. in die Badi. Duschen nach langer Zeit ohne. Ich traue mich nicht die Tage zu zählen.

Austin

Als ich beginne mich nach einem Schlafplatz umzuschauen, hat’s ein Wegweiser Richtung Camping. Etwa eine Meile ab dem HWY 50 komme ich zu einem schön eingerichteten Campingplatz. Zwar kein Wasser, eine Dusche wäre schon schön aber für alles andere habe ich genug Wasser. Bank und Tisch nutze ich gerne und auch die Trockentoilette. Leider habe ich nichts für die Feuerstelle. Ein kleiner Pfad führt zu einem Aussichtspunkt. Und das alles kostenlos. Ich habe schon an und zu solche Wegweiser gesehen aber die waren immer zu weit weg von meiner Route.
Nach 3 Stunden Schlaf gehe ich mit meiner Fotoausrüstung zum Aussichtspunkt. Leider etwas zu spät denn auch hier ziehen bald Wolken auf. Ein paar Bilder gibt’s doch.
Nochmals ein Pass, eine Ebene und ein Pass. Die Landschaft hat sich geändert, es ist grüner und hat mehr Bäume. Eine schnelle Abfahrt bringt mich nach Austin. Ausser Souvenierläden und einer Tankstelle hat’s ein „Restaurant“. Es sieht etwas schummrig aus. Die Bestellung ist einfach. Es gibt Hamburger und Cola.
Mit Getränken ziehe ich mich in den Citypark zurück und hole etwas schlaf nach. Gleichzeitig kann ich hier meine Elektronik aufladen und die Wasservorräte auffüllen.

Nach Austin NE

Ich bin dann doch noch aus dem Ort raus gefahren um zu schlafen. Der Platz war wirklich sehr schön, geregnet hat’s nicht aber doch etwas Bewölkt. der nächste Tag wie immer. Auf und ab, dazwischen lange Ebenen. Ein Feuerwehrmann bringt mir kühle Getränke und ein Rentner Ehepaar macht mir ein super Turkey-Sandvitch.
Auf solchen Strecken, 2 Tage ohne Einkaufsmöglichkeit, habe ich eine 2 Liter Flasche an der Sacoche angehängt, 2 Flaschen a 1 Liter in den Saccochen und meine beiden Velobidon. Das sind 5.5 Liter Wasser. Dazu noch ein Bier für den Abend, ein Liter Schoggidrink für den Morgen und für unterwegs 2 Sportdrinks, die ich am Morgen, wenn’s noch kühl ist, in meinen Pullover einpacke. So halten sie ihre Frische bis in den Nachmittag. Zum Essen habe ich Nüsse, Trockenfrüchte und Energieriegeln sowie etwas Süsses zur Nachspeise. Heute gab’s noch Erdbeeren zum Znüni und wenn ich Glück habe wie heute ein Sandwich von AmerikanerInnen die ja so nett sind.

Eureka

Lange hatte ich nicht Zeit zum Fotografieren. Um 3h bin ich aufgewacht und hab den Sternenhimmel gesehen doch eine halbe Stunde später sind schon wieder Wolken aufgezogen.
Nach Eureka ist noch ein Pass, eine Ebene und nochmals ein Pass zu überwinden. Jetzt kommen mir andere Radfahrer entgegen. Nike ein Engländer hat sich mit einem aus Denver zusammengetan. Im super Citypark, den mir der Radfahrer gestern empfohlen hat, dürfe man nicht übernachten. Aber ich würde sowieso lieber ausserhalb der Stadt. Mal schauen wie sich das Wetter entwickelt.
Im Eureka gehe ich erst mal Einkaufen. Der Supermarkt ist 2,5 km ausserhalb der Ortschaft. So ist man sicher das jeder mit dem Auto kommt.
Zurück in die Stadt und erst mal ins Ortsmuseum. Dort gibt’s den Stempel. Ich habe den „Official HWY 50 Survival Guide. 5 Stempel muss ich holen damit ich am Schluss Ich weiss nicht was habe. Die Dame im Museum ist sehr freundlich und gibt mir noch einen HWY 50 Sticker und ein Anstecker über die ich mich wirklich freue.
Danach geht’s zum Stadtpark essen. Er sieht gut aus, ausser dass die Toiletten geschlossen sind. In der Zwischenzeit sind düstere Wolken aufgezogen. Ich habe in der Nähe des Supermarktes einen schönen Platz zum schlafen gefunden, mit schöner Sicht nach Süden(Milchstrasse) aber wenn’s so regnerisch bleibt bleibe ich doch hier.

Ely Eureka

Es war nicht viel Regen in der Nacht und zum weiterfahren am Morgen scheint wieder die Sonne vom Wolkenlosen Himmel. Es ist ein langer Aufstieg. So früh wie ich unterwegs bin ist es noch kühl. Ich hoffe dass es in den nächsten Nächten nicht zu kalt wird. Meistens werde ich über 2000 m sein.
Die Pässe, es gibt deren 3 bis zur nächsten Ortschaft, sind nicht sehr steil aber kurfig.Dazwischen ist immer eine 20 bis 50km breite Ebene zu durchqueren. Da ist die Strasse meist ohne eine einzige Kurve. Ich lasse mich nicht mehr täuschen. Es sieht nach einer halben Stunde fahren aus aber nach 2 Stunden ist man immer noch nicht am nächsten Pass.

Und endlich treffe ich einen anderen Touren Fahrer. Gestern habe ich zwar auch schon 2 getroffen aber das waren solche mit Begleitfahezeug, das zählt nicht. Wir tauschen uns aus über Strecke und Schlafplätze. Der in Eureka soll sehr schön sein und Strom haben.
Einen 2. Pass nehme ich heute noch, dann suche ich einen Schlafplatz. Auf der Passhöhe sind die schönsten Plätze. Es hat Bäume, ist flach und meist eine schöne Aussicht. Für die Milchstrasse brauche ich freue Sicht nach Süden. Aber es wird auch am kältesten und der Wind ist stärker. Ich fahre noch ein Stück runter und finde zwischen den letzten Bäumen vor der Ebene einen perfekten Platz. Jetzt hoffe ich nur noch dass die Wolken die aufgezogen sind bis um 1Uhr, wenn die Milchstrasse schön zu sehen ist, wieder weggehen.

Im Gewitter nach Ely

Bis zur Passhöhe sind es 27 km aber ich finde schon vorher einen schönen Schlafplatz. Neben einer Relaistation für ein Internet Glasfaserkabel. Und ich habe keinen Empfang. Ich könnte ja etwas graben aber der Servicemonteur der vorbeikommt mein dass mir das auch nichts nützen würde.
Mit Bildern in der Nacht wird heute nichts, der Himmel ist leicht bedeckt. Und so kann ich schlafen ohne Unterbruch.
Wieder ein Pass und wieder eine Ebene und beim nächsten Aufstieg ist mir das Glück hold. Für die Mittagspause finde ich einen Schatten spendenden Baum wo ich mich darunter setzen kann.
Nach der Pause beginnen die Wolken dichter und dunkler zu werden und dann beginnts zu tropfen und bald darauf zu Hageln. Ich habe zwar den Helm auf dem Kopf aber ich bin doch froh dass es nur 1cm grosse Hagelkörner sind. 2-3 mal kommts noch aber immer nur kurz. Ich beschliesse in Ely, dem nächsten Ort ein Motel zu nehmen. Die Météo sagt auch für die Nacht noch Regenfälle an. Es war eine gute Entscheidung. Draussen Donnerts wieder.

Ende der Wüste in Carson City

Wüste Utha

Es ist noch schön kühl als ich um halb 7 in Delta losfahre. Ich habe alle meine Flüssigkeitsbehälter mit Wasser gefüllt. 5.5 Liter. Das muss bis Morgen Mittag genügen. Essen ist nie ein Problem. Nüsse, Trockenfrüchten und Energieriegeln sowie gefriergetrocknete Brownies zum Dessert, das hält lange hin.
Es geht gut vorwärts. Es macht mir Spass wieder auf dem Velo zu sitzen. Etwas vom Spass vergeht als ich merke dass ich den Helm nicht mehr habe. Der muss beim Mittagessen geblieben sein. 20km zurück, kein Helm. Etwas demokratisiert Radler ich wieder in die andere Richtung. Nach weiteren 15 km finde ich meinen Helm im Strassengraben. Glück im Unglück dass der Kopf nicht drinn war. In der Zwischenzeit ist es richtig warm geworden und die Strasse steigt ohne Ende. Genug Flüssigkeit habe ich aber das ist auch über 30 Grad. Und da hält ein Auto. Ob ich etwas brauche? Ein kaltes Getränk. Er gibt mir ein Wasser mit Trauben Aroma. Ich habe das Gefühl noch nie etwas so gutes getrunken zu haben. Einen Apfel bekomme ich auch noch. Es muss ein Zaubergetränk gewesen sein denn es geht viel besser vorwärts. Oder liegt es daran dass die Strasse wieder abwärts geht?
Ich muss noch lange weiterfahren denn die Sonne scheint erbarmungslos und Schatten gibt es nicht. Nach 120 km endlich ein Schattenplatz und dazu noch ein sehr schöner. Mein Zelt ist schnell aufgestellt und ich schlafe schon bevor mein Kopf auf dem Kissen aufschlägt.
Gegen 1 Uhr Wache ich auf. Das ist die Zeit für Milchstrasse Fotos. Der klare Sternenhimmel beschäftigt mich 2 Stunden dann gehe ich noch etwas schlafen.
Noch 3 Stunden Aufstieg durch diese schöne Gebirges wüste dann die Abfahrt zur Grenze nach Nevada. Da hat’s auch eine Tankstelle, ein Restaurant mit Motel und einen Laden.
Ausser Essen und Trinken muss ich hier meine Geräte aufladen und die Vorräte auffüllen. Die nächsten Tage bin ich auf der loneliest Road.

Delta

Vor dem Schlafen schaue ich nochmals auf die Wettervorhersage. Sonnig für Morgen. Aufgeweckt werde ich von eunem Trommeln auf meinem Zelt. Es Hagelt. Ich schaue auf dem Radarbild. Ich muss schon sehr stark vergrössern dass ich die kleine Regenzelle über meinem Zelt sehe. Die einzige weit und breit. Also verkrieche ich mich nochmals in meinem Schlafsack. Als ich dann doch aufstehe, blauer Himmel nur ein paar kleine Wolken. Doch die Hagelkörner auf der Wiese bestätigen dass ich nicht geträumt habe.
Eine knappe Stunde später stehe ich wieder am Strassenrand wo kaum ein Auto vorbei kommt. Einer hält und sagte: Er müsse noch 2 Stunden arbeiten, aber wenn ich nacher noch hier stehe bringe er mich nach Delta. So macht das warten richtig Spass.
Und für euch hat das den Vortei dass ich viel Zeit zum schreiben habe.
Ich musste nicht ganz 2 Stunden warten bis mich wieder ein LKW Fahrer mitnimmt. Er hat die gleiche Strecke vor sich wie ich. Nur dass er heite Abend in Sacramento ist und ich erst in knapp 2 Wochen. Er hat ein unglaubliches Redebedürfniss. Als ich in Delta aussteige weiss ich Bescheid über Sprenkleranlagen, Versicherungsfragen beim Auto-stop, Weingebiete in den USA, Vorschriften übers Campieren, gesunde Ernährung, wie ich für 1 Dollar 1 Aker Land kaufen kann, dann aber 40% des Gewinns abgeben muss, die Waldbrände in Califonien und die Entwicklung der Diselpreise. Aber meistens habe ich gar nicht verstanden wovon er sprach. Aber Hauptsache uch bin gut angekommen und lustig war er auch.
Und dann komme ich zu meinem Velo. Den Nachmittag packe ich um, mache eine Wäsche, gehe Einkaufen, schicke ein paar Sachen nach San Francisco (7 Pfund) und fahre ein paar runden auf meinem Velo. Das fährt soch so ring. Ich freue mich riesig Morgen wieder loszufahren.In die Hochwüste bei bald Neumond. Auf den nächsten 660km hats ausser 3 Dörfern nur noch eine Tankstelle (km 145) und ein Restaurant (km 585) wos die besten Hamburger geben soll.

Zurück nach Delta 2

Zum schlafen war der Stadtpark dann doch nichts. Zu windig und regen angesagt. Dafür eine Brücke die besser nicht sein könnte. Wind unf Regen geschützt von nirgens eonsehbar und zum hinkommen muss man sogar etwas klettern. So gibt’s keine zufälligen Besuche. Einziger Nachteil, der vorbeifahrende Zug macht einen unglaublichen Lärm aber da kommt nur einer und so schlafe ich bestens.
um 6 Uhr bin ich schon wieder an der Autobahnauffahrt.und werde auch kurz darauf mitgenommen. Mein Chauffeur ist ganz glücklich dass er jemanden hat zum plaudern und beim Navigieren helfen. Er ist unterwegs von einer abgesagten Beerdigung in Minesota nach Hause in Arrizona und das sei viel zu weit um alleine zu fahren. Ind so erklärt er mir dass er viel gesünder sei seit er nur noch Fleisch, Fisch und Eier esse. Wie ich sehe sei ich nicht der Einzige verrückte. Er muss in den Süden und so komme ich von meiner Strecke ab und mache nochmal den landschaftlich schönen Umweg über Moab. Ich stelle mir vor dass ich von da viel besser vorwärts komme wie wenn ich an einer Auffahrt im nichts versuche. So ist es auch. Eine junge Dame nimmt mich schon nach wenigen Minuten mit. Erkannt dass ich ein anständiger Msnsch sei hat sie an meinem Rucksack. Er sieht eher billig und schäbig aus aber Kenner erkennen den Hyperlite und so einen hat nur ein richtiger Hiker und das seien gute Menschen. Sara hat Job und Wohnung gekündigt eine Matratze ins Auto gelegt und reist jetzt im Land herum. Sie habe viel Auto-stop gemacht und hätte nie länger wie 5 bis 10 Minuten gewartet. Aber sie sei such blond, jung und Frau, das sei schon ein Vorteil. Blond, das würde ich auch noch hinkriegen aber bei den 2 anderen Punkten wird’s schwieriger. Sara bringt mich wieder zurück zur Interstate 70 und zu einer idealen Auffahrt. Das ist wichtig denn suf den nächsten 130 Meilen hats nichts mehr ausser einer Tankstelle nach 20 Meilen. Ich werde auch schnell mitgenommen aber der Texaner weiss nichts wohin er fährt. Dem Navi nach. Im Auto sehe ich dann dass es nicht mein Weg ist also bei der Tankstelle raus. Aber ich erwische die falsche Ausfahrt und stehe wieder mal im nichts. Doch schon bald hällt ein Wohnmobil. Mit einem bekannten Akzent fragt mich der Fahrer nach dem wohin. „Si chönd au tütsch mit mier rede“ Antworte ich. Es sind 2 pensionierte Frauenfeldner die eine 10 wöchige Ferienreise machen. Klar und deutlich sage ich dass ich nur zur nächsten Ausfahrt will, die mit fer Tankstelle. Eigentlich sollte man denken dass es keine Verständigungsprobleme geben sollte aber sie schaffen es doch die Ausfahrt zu verpassen und so stehe ich, zwar etwas weiter aber wieder im nirgendwo. Als nach 20 Minuten nur ein Auto vorbeikommt, sogar anhält aber nur um mir zu sagen, dass es ihm leid tut aber er hätte wirklich keinen Platz, gebe ich die Auffahrt auf und stoppe auf der Autobahn weiter. Ich habe noch nicht mal meinen Rucksack abgestellt als ein riesiger Sattelschlepper mich mitnimmt. Alexander aus Usbekistan. Er hat eine Ladung leerer Paletten für nach Los Angeles. Normalerweise ist er 3 bis 4 Wochen unterwegs um dann wieder eine Woche bei Frau und seinen 3 Töchtern in New York zu sein. Bzahlt wird er mit 75 Cent pro Meile. das heisst wenn er mal 8 Stunden warten muss bis sein Truck beladen wird verduent er nichts und das kommt öfter mal vor. Nächtse Jahr, zum 25 jährigen Hochzeitstag will er als Überraschung mit seiner Frau eine Europareise machen. Ob denn 5000 Dollar für eine Woche Schweiz genug sei?
Ich gebe ihm meine Adresse und würde uhn gerne für seine Reise unterstützen.
Mit Alexander fahre ich bis ich die I 70 verlassen muss. 1 Stunde Highway und es ist erst 13 Uhr. Das sollte ja kein Problem sein, denke ich.
Aber als ich 5 Stunden später erst 5 Meilen weiter bin kann ich nur noch sagen: falsch gedacht, und schaue mich nach einem Platz für die Nacht und ich finde einen super Platz. Flache Wiese, und Büsche als Wind und Sichtschutz.

Zurück nach Delta

Mark empfängt mich freudig. Er schlägt für den Abend ein Jazzkonzert mit Poesie vor. Es ist ein traditionelles Jazzquartet und eine Dichterin. Obwohl ich von der Poesie nichts verstehe gefällt es mir gut. Die Dichterin hat eine unglaubliche Presenz und Ausstrahlung.
Um halb sechs stehe ich auf. Mit Tram und Bus geht’s nach Idaho Springs, 50 km von Colorado entfernt. Da hat’s eine gute Autobahnauffahrt fürs Auto-stopen und einen Tesla Supercharcher. Da müssen die weitreisenden Teslas raus zum nachladen.
Es hat dann doch eine gute halbe Stunde gedauert bis einer dieser nachladenden Teslas mich mitnimmt. Dafür ist es dann nicht irgendeiner sondern ein Tesla Beta Driver. Das heisst er hat die neueste Autopilot Software und Tatsächlich, das Auto fährt der Navistrecke nach, überholt selbstständig und weicht Fusgängern und Radfahren aus. Auch die Kreisel schaft er aber das doch mit etwas Mühe. Und endlich, nach 7Jahren warten, bei der neuen Navivariante kann man Zwischenziele eingeben. Ich komme sehr gut bis nach Grand Junktion und dann haperts. 4 Stunden für 15 km. Das wäre auch zu Fuss möglich gewesen. Und dann bin ich abends um 7 im nirgendwo. Es windet heftig und immer wieder kleine Regenschauer. Einen Unterstand hat’s nicht und auch keinen Winfschutz. Da lässt sich kein Zelt aufstellen. Ich stoppe wieder 8 km zurück zum nächsten Städtchen und da wieder mal in den Stadtpark.

Zurück nach Denver

Es dauert bis wir losfahren. Bastian schläft noch. Ich radiere mich. nsch 2 Monaten hat der Bart eine Länge erreicht wos beisst. Mit einer Einwegklinge ein nicht ganz einfaches unterfangen aber mit der Zeit gehts. Um 10 fahren wir los. Meist auf der Autobahn. Agrarland wechselt mit Grasland und wenig keinen Wäldchen. Am Abend gehen wir in Linceln in ein Stakehouse essen. Es soll doch noch ein paar Gewitter geben. Allerdings erst wenn’s dunkel ist. Das heisst Blitze Fotografieren. Auf der Fahrt zum nahegetegenen See stellen wir schon mal unsere Kameras dafür ein.
Zum einen See, nein doch der Andere oder vielleicht dazwischen warten. Es ist nicht ganz klar wo es die schönten Blitze gibt. Vei den einen kommen wir zu spät, am anderen Ort sind die Blitze nur als Wetterleuchten zu sehen und dazlischen warten wir einen Regenschauer im Auto ab. Aber ein paar Blitze bekommen wir dann doch noch vor die Linse.
Bis um 2 Uhr Nachts schauen wir nach Blitzen, dann machen wir uns auf den Weg nach Denver. Ein Hotel lohnt sich nicht da wir um 5h schon wieder weiterfahren müssten. Ich richte mir hinten im Auto mit meiner Liegematte einen gemütlichen Schlafplatz ein. Die beiden Anderen wollen nich liegen und so komme ich, nach nochmals einer langen Autofahrt, ausgeruht in Denver an. Ich verabschiede mich von Anton und Bastian am Stadtrand und fahre mit dem Bus ins Zentrum. Ich freue mich Mark wieder zu treffen und auch wieder über den weiteren Verlauf der Reise selber zu bestimmen.
Abschliessend kann ich zu diesem Sturmjägerausflug sagen: Die Wetterstimmungen, Wolken und Blitze, Regen und Hagel waren eindrücklich und ich bin auch mit den Bildern zufrieden, so glaube ich jedenfalls (Habe sie bis jetzt erst am Handy gesehen). Bastian ist wirklich der Spezialist dafür und seine Begeisterung steckt an. Aber das Autofahren war etwas gar viel, was ich sber schon vorher gewusst habe. Gelohnt hat sich die Reise sicher aber ich werde nicht zum Sturmjäger.