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Regen und Jacke

Das Navi führt mich Ausserhalb der Stadt in ein Villenviertel. Vor der Grössten lässt es mich anhalten. 6 Garageneinfahrten. Ich trau mich fast nicht zur Haustür, werde aber mindestens so freundlich empfangen wie an anderen Orten. Als der Hausherr hört dass ich in La Chaux-de-Fonds wohne führt er mich gleich in den Keller. Dort hat er eine riesige Werkstatt mit kleinen und mittleren Maschinen zur Herstellung von Uhren. Er macht und repariert Uhren. Kann alle Zahnräder selber herstellen.
Die Töchter Kristy und Bobbiesind die Radfahrerinnen. Eine beeindruckende Sammlung an Velos, Fatbikes, Mountenbikes, Touren – und Rennräder. Aber heute Abend ist Musik angesagt. Sie spielen in einem Bläserorchester mit 38 anderen Musikern. Kristy bläst das Baritonsax, Bobbie die Trompete. Und heute Abend ist das grosse Konzert. Mit dem neuen Tesla von Kristy fahren wir zum Nachbarsort.
Das Konzert mit alles russischen Komponenten gefällt mir sehr.
Um 6 Uhr gibt’s Frühstück beeilen muss ich mich nicht denn im Moment regnets heftig. Wir sprechen von der Ausrüstung und darüber, dass ich in Wintchester mir zwar diverse Goretexjacken angeschaut aber keine gekauft habe. Da bringt mir Bobbie eine neue Jacke. Die brauche sie nicht mehr. Sie sei bei dem Marins und das sei ihre alte, ungebrauchte Jacke. Für Marins sei die unbrauchbar weil wenn jemand damit ins Wasser fällt man ihn nicht mehr sehe. Es hätte jetzt neue gegeben in anderen Farben. Bei dem heutigen Wetter und den 140 km die ich heute noch vor mir habe nehme ich die Jacke gerne an.
Und so fahre ich frisch bekleidet los. Es regnet immer noch aber nicht mehr so heftig. Durch die beiden Regentage sind die Temperaturen gefallen. Beim längeren Aufstieg, gleich zu Beginn stört das nicht aber als es dann runter geht bin ich froh dass Bein Oberkörper trocken bleibt und ich ziehe mir, nach langem wieder die Mütze und Handschuhe an. Nach den ersten 50 km die durch Wälder und Felder führen wird die Strecke weniger schön, ausser die Städte, die alle viel interessanter sind. Aber das ist mir egal, ich will vorwärts kommen. Noch 2 fahrtage und dann bin ich am Atlantik. Inshalla. Irgendwann überquere ich wieder mal eine Staatsgrenze. Pennsylvania ist jetzt dran. Aber dann wird es doch noch mal interessant. Eine über 1 km lange Steinbrücke führt mich über den Susquehanna River, der in ca. 20 km in den Atlantik mündet.
Über die neue Jacke bin ich wirklich glücklich auch wenn es nicht meine Farben sind aber ich komme trocken und nicht erfroren an.
In Lanchester treffe ich mich mit Calixte. Er ist nicht bei Warmshouers aber eine Freundin, die heute nicht da ist hat mir ihn vermittelt. Ein junger Haitianer, zeigt mir seine Wohnung. Er müsse noch arbeiten gehen aber würde mich gerne nachher zum Essen ausführen. Und so bin ich wieder mal gespannt was der Abend bringt.

3 Staaten

 

Das Essen mit Rebecca war sehr gut und wir haben interessante Gespräche geführt über Energirarbeit, die Unterschiede zwischen den Amerikaner und den Europäern, die Kunst und alles worüber man sonst noch so reden kann.
Am Morgen soll’s laut App noch regnen bis 9 Uhr drum stehe ich erst nach 6 Uhr auf. Doch der Himmel ist zwar bewölkt aber es ist trocken. So packe ich schnell zusammen und fahre los.
Nicht nur die Landschaft sieht hier schweizerisch aus auch die Häuser, Innenstädte machen einen fast europäischen Eindruck. Häuser aus Stein, im Stadtzentrum Restaurants und Bars und wie gesagt in Wintchester sogar eine Fussgängerzohne. Leider auch die Autofahrer. Einige Hupen verärgerter wenn sie nicht vorbeikommen oder überholen sehr nah. Da bin ich froh um meine Naviapp (komoot.de) die mir meistens sehr gute und vetkehrsarme Routen vorschlägt.
Nur kurze Zeit zwischendurch bin ich auf grösseren Strassen. Eine kurze Strecke führt mich mein Navi durch West Virginia und dann geht es nach Maryland. Das ist nun schon der 11. Staat und 3 kommen noch dazu. Nach einem Aufstieg hält ein junger Fahrer an und will mich von einem Stück Leuchtstteifen úberzeugen, damit man mich besser sieht. Ich nehme es dankbar an und klebe es ans Schutzblech. So gebraucht wie es ist wird es wohl nicht lange halten. Bis jetzt, km 60 hat es nur so leicht geregnet dass ich nicht wirklich nass werde. Das muss wohl in letzter Zeit anders gewesen sein, denn an vielen Orten ist die Strasse überschwemmt. Als der Regen richtig einsetzt suche ich Schutz unter einem Vordach. Ich komme nicht ganz draus ob es sich um ein Museum oder Privathaus handelt. Bis zu meinem Warmshower  sind es nur noch 20 km da bleibt mir genügend Zeit. Ich muss zwischen 16 und 17 Uhr dort sein, denn am Abend geht’s zu einem Konzert und da muss vorher geduscht werden.
Der Regen hat aufgehört und so fahre ich weiter zu meinem Konzert von heute Abend.

Wintchester

Deb und Steve verwöhnen mich wo sie nur können. Sie bieten mir auch an wenn das Wetter schlecht bleibt mich mit dem Auto weiterzuführen oder mich bei ihrer Schwester in Washington unterzubringen. Zum Essen versorgen sie mich mit Protein, d.h. Riesensakes.
Mit durchschlafen ist allerdings nichts. Schuld daran ist eine Blume. Sie blüht nur alle paar Jahre einmal. Und das auch nur ein paar Stunden in der Nacht und dieser Nacht soll es wieder so weit sein. Um 2 Uhr morgens wache ich auf und schaue nach. Tatsächlich die Blüte ist offen.
Auch am Morgen gibt’s eine gut Nähende Mahlzeit. Burrittos gefüllt mit Gemüse, Eiern und den Resten der Stakes von gestern.
Mit den Weiterfahren muss ich mich nicht beeilen. Es regnet noch, soll aber besser werden und ich hab ja nur 65 km vor mir. Dann kurz vor 8 hörts auf. Ich mache mich bereit und schiebe mein Velo zur Strasse. Nach 20 Meter regnets wieder so richtig. Also nochmals umdrehen und warten. Nochmals eine Stunde später versuche ich es noch mal. Die halbe Strecke schaffe ich mit nur wenig Regen und den nächsten richtigen Schauer warte ich in einem McDonalds ab. Auf der 2. Hälfte erwischt es mich dann doch noch richtig aber bis ich in Wintchester bin ich wieder trocken. Das Problem bei der Witterung ist, zieht man den Regenschutz nicht an wird man von aussen nass andernfalls von innen. Als ich in Wintchester ankomme treffe ich plötzlich auf einen alten Bekannten. Den Highway 50. Ich habe nicht mehr daran gedacht, dass ich den nochmals kreuzen werde.

Bei Rebecca übernachte ich hier. Sie ist energetische Therapeutin also wie ich. So haben wir einander viel zu erzählen. Wärend sie noch ein paar Kunden hat sehe ich mir die Stadt an. Es gefällt mir dieses Wintchester. Eine rechte Fussgängerzohne mir Restaurants, Bars und Läden aller Art. Mich zieht es sofort zum Outdoorausrüster. Das gute ist ich kann nur anschauen. Kaufen ist nicht drin. Müsste ja alles aufs Velo. Dies muss bis New York warten. Um 7pm habe ich mit Rebecca beim Thailänder abgemacht. Die Zeit bis dahin vertreibe ich mir mit schreiben in einer Bar.

Woodstock

Ich Dusche, richte mich ein, setze mich auf die Stufen vor dem Haus und lese und schreibe. Ein Gewitter zieht auf und diesmal erlebe ich den Regen auch aber geschützt. Um 19 fährt ein Auto vor. Der Vater meiner gestrigen Gastgeberin lät mich zum Essen ein. An einem riesigen Buffet werde ich für die eher einfacheren Mahlzeiten der letzten Tage entschädigt.
Der Morgen ist bedeckt aber es regnet nicht. Kaum bin ich unterwegs beginnt es. Nur ganz leicht, ich werde nicht mal richtig nass. In Winchester haben mir alle Warmshouers abgesagt. Eigentlich habe ich vorgehabt dort einen Ruhetag einzulegen aber daraus wird wohl auch nichts. Auf meinem Smartphone entdecke ich Woodstock auf dem Weg zum Tagesziehl. Und da gibt’s noch ein Warmshower. Anrufen und abgemacht und ich bin in Woodstock. Aber es ist nicht das Woodstock sondern das in Virginia.
Deb und Steve heissen meine Gastgeber. Beide in meinem Alter. Ihre Söhne haben die USA umrundet und viel von Warmshower profitiert und so geben sie so etwas zurück.
Für mich heißt das etwas umplanen. Für 3 Tage soll’s noch regnen und dann wieder besseres Wetter sein. Morgen nochmal einen kurzen Tag. 2 halbe Ruhetage das ist auch gut und Deb hat gleich ihre Freundin in Winchester angerufen und mir die nächste Übernachtung organisiert.
Nachher gehts noch durch West Virginia, Maryland, Pennsylvania und New Jersey bevor ich mit New York abschliesse. Noch 500 km das heisst 5 Tage. Ich hoffe, dass ich, wenn das Wetter wieder besser wird, auch noch mal eine Nacht draußen verbringen kann.

Harrisonburg

Dirk, ein Holländer muss zwar gleich nach meiner Ankunft nochmals weg aber es bleibt genügend Zeit mir meinen Schlafraum, die Dusche und das Bier zu zeigen. Zum Essen sind dann er und seine Frau wieder da und ich habe genügend Zeit die warme Dusche zu genießen. Seit langem wieder die erste. Ein Bad im Fluss, eine kalte Dusche hat’s gegeben aber diese hier geniesse ich besonders. Nach dem Essen plane ich mit Dirk die Route der nächsten Tage. Er ist erstaunt welch gute Strassen meine App (komoot.de) gefunden hat und es gibt kaum Änderungen. Meine beiden Warmshower in Harrisonburg haben abgesagt und so bin ich sehr froh um ihr Angebot in ihrem Trailer, der in der Nähe von Harrisonburg steht zu übernachten.
Ich fahre etwas später am Morgen los, denn ich werde noch mit einem prächtigen Zmorge versorgt. Das mit dem Fotografieren klappt nicht mehr so recht. Es ist zwar schön aber wie zuhause und so geniesse ich die Fahrt, vergesse aber den Fotoapparat hervor zu nehmen.
Zuerst fahre ich auf kleinen einsamen Strassen, entschließe mich dann aber doch den Highway 11 zu nehmen, denn zum Einen hat’s da auch sehr wenig Verkehr, zum Anderen kommt man schon wesentlich schneller vorwärts und wie in den letzten Tagen ist für den Nachmittag ein Gewitter, nein ein „Thunderstorm“, das tönt nach viel mehr, angesagt.
Ich hab ja vorgehabt in Lexington einen Pausentag einzulegen, bei meinem geplatzten Warmshower. Da hätte ich natürlich auch bei Dirk und seiner Frau fragen können. Aber für den Donnerstag ist den ganzen Tag Regnen vorausgesagt und da fahre ich lieber noch 2 Tage bei Sonnenschein und mache dann in Winchester einen Ruhetag. Wenn’s dann mit der Übernachtung klappt. Ich habe noch keine Antwort. Das wäre dann, Inshalla, der letzte Ruhetag auf meiner Reise. Denn von dort sind es nur noch gut 400 km bis zur Fähre in New Jersey, die mich nach New York, dem Ende meiner Velotour bringen soll.
Aber erst mal nach Harrisonsburg und ein WiFi finden. Vister Center ist da immer eine gute Adresse. Aber das Einloggen ist so kompliziert dass ich weitergeht. Die Bibliothek, meist auch mit angenehmen Sofa. Smartphone nicht erlaubt. Restaurants. Das erste überfüllt. Ein Indisches hat gutes WiFi und ich komme sofort auf die Login Seite. Rein, Cola bestellt und – nein das WiFi funktioniert nicht. Beim nächsten frage ich zuerst nach dem WiFi. Wir schließen soeben, aber das Passwort bekomme ich trotzdem und so erledige ich meine Internetgeschäfte, ein Nachbar möchte mein Motorrad kaufen, hallt auf der Straße.
Und dann ab zu meinem Trailer am Waldrand. Trailer? Ich habe schon kleinere gesehen. Dieser Trailer hat 3 Schlafzimmern, 2 Badezimmer Küche und alles was dazugehört. Aber ja, wenn man 4 grosse Lastwagen hat und ihn 4-teilt kann man ihn transportierten.

Lexington

Wir sind nicht die einzigen im Stadtpark. Neben einer Großfamilie die hier picknickt und ein paar Joggen hat’s auch Wanderer die hier übernachten. Der Appalachentrail, ein Wanderweg von der Kanadischen Grenze in Main bis in den Süden geht kommt hier vorbei. Und so tauschen wir unsere Erfahrungen mit den Hikern aus.
Am Morgen dann wieder mal der 3. Abschied von John. Diesmal für immer. Denn er will wieder mal eine sehr lange Etappe machen und gehe nur bis Lexington. Dort habe ich einen Warmshowerplatz. Die Strecke so schön wie in den letzten Tagen, die Hitze auch oder sogar wieder etwas mehr. Der Fahrtwind kühlt nur noch wenig, das heißt wir nähern uns den 36 Grad. Kurz nach Mittag bin ich in Lexington. Melissa, die Warmshowerfrau hat nicht mehr auf meine Mails reagiert. Am Telefon nur der Beantworter. Beim Haus ist niemand. Ich gehe etwas in der Stadt herum. Beim 4. Anrufversuch nimmt ein sehr verärgerter Mann ab und schreit mich an. Verstehen tue ich kein Wort aber so wie der schreit ist das auch nicht nötig. Also writersuchen. Und ja, es gibt da noch ein Warmshower etwas außerhalb  von Lexington  und das klappt.

Wiedersehen

Der Sheriff ist nicht gekommen dafür ein Mann, der mir seine ganze Geschichte erzählt. Das Problem ist nur, ich verstehe kaum ein Wort. Am Anfang habe ich noch nachgefragt doch mit der Zeit nicke ich nur noch.
Um 6 Uhr wache ich auf und um viertel nach bin ich schon auf den Rädern. Ich müsste die ganze Reise jetzt beginnen, ich bin so richtig organisiert.
Bodennebel und Sonne bestimmen das Landschaftsbild. Und dabei ist es angenehm kühl und die Strasse schlängelt sich dem Fluss entlang. Nach über einer Stunde begegnet mir das erste Fahrzeug. Dann, nach 50 km ein kurzes Stück eine große Straße. Nochmals Waldwege und plötzlich treffe ich auf das Schild 76 Biktrail. Schön ist es wieder auf dem TransAmTrail zu sein. Ich rufe John an, er ist etwa 15 km weiter und so machen wir für den Abend im Stadtpark von Trautville ab. Hier erinnert mich die Landschaft an den Jura, wärend es in Kentucky eher das Emmental war. Obwohl das Thermometer gestern auf 90 Grad (32 Celsius) angestiegen ist und es heute noch wärmer ist habe ich mich schon gut an die Hitze gewöhnt. Auf den heutigen 137 km habe ich die 5000 km Grenze überschritten und dabei 42000 Höhenmeter zurückgelegt.
Das und das Wiedersehen mit John feiern wir bei einem guten Essen und einem Mangorita.
Dann aber gehts daran John’s Velo wieder mal zu reparieren. Diesmal nicht eine 8 im Rad sondern die Bremsen und damit ich morgen ohne schlechtes Gewissen meine eigenen Wege fahren kann, repariere ich ihm gleich noch den Gepäckträger. Der hätte sonst auch nicht bis zum Ende der Reise durchgehalten.

Die gute Entscheidung

Es war die perfekte Entscheidung diese Abkürzung zu nehmen. Am frühen Morgen zwar einen 4-Spurigen Highway aber um diese Zeit ohne Verkehr und dann kleine Strassen, sanfte Steigungen und lange Abfahrten. Dazu schönste Landschaften. Es kommt mir schon fast vor wie zu Beginn meiner Reise, lange gerade Strassen und die Sonne scheint mir am Morgen ins Gesicht  Schon vor 16 h habe ich über 110 km auf dem Tacho, fühle mich noch gut und halte Ausschau nach einem Platz zum schlafen. Neben der Straße überall dichter Wald, beschildert mit „Private property “ In Hollybrook gibts einen Community Park. Verhaltens Regeln und da steht nichts von nicht Campieren. Aber eine Telefonnummer vom Sheriff. Also versuchen. Die Dame vom Sheriffbüro versteht mich kaum, ich sie auch nicht aber sie ist beeindruckt davon, dass ich aus der Schweiz bin. Da sei ich aber sehr weit von zuhause weg. Und vor allem, sie sagt nicht nein. Also mache ich es mir gemütlich und erwarte, das der Sheriff vorbeikommt.

Virginia

Wir richten uns auf der Terrasse der Pizzeria ein. Es zieht ein Gewitter auf und an uns vorbei. John ist am planen, aber davon habe ich euch ja schon im letzten Blog erzählt.
Um 6 h will John losfahren. Um 6 h setzt dann das Gewitter so richtig ein. Also noch Zeit für einen Tee. Das Gewitter ist schnell vorbei und so verabschieden wir uns. Nach 10 Tagen. Ich ohne Planer er ohne Velomech.
Eine halbe Stunde später, nach einem Telefonat mit Ruedi, meinem Routenberater, fahre ich dann auch los. Schon nach kurzem die ersten Pausen. Einkaufen, Aussichtspunkt, Sonnencreme einstreichen, Foto vom Grenzübergang nach Virginia. Dann sehe ich einen Radfahrer am Straßenrand. Das gelbe Velotricot kommt mir bekannt vor. John ist wieder mal eine Speiche gebrochen. Die 5. seit er mit dem neuen Rad losgefahren ist. Ich freue mich ihn nochmals zu sehen und die Arbeit macht Spaß. Nochmals Abschied und nochmal wahrscheinlich für immer.
Die Aufstiege sind streng. Der Schweiß läuft in Bächen runter. Bin ich wirklich so erschöpft? Ein Blick auf die Uhr zeigt, ich bin auf 950 Meter während es in den Tagen davor auf jeweils 200 Meter gestiegen ist. Viele Velofahrer begegnen mir. Alle mit einem Gruss von John und das Rad hält. Rund um mich herum ziehen Gewitter auf. Ich bringe mich schon mal in Sicherheit in einer Tankstelle. Aber ausser ein paar Tropfen nichts. Noch ein Stück weiter. Ich entschliese mich noch 10 km weiter auf dem TransAmTrail zu fahren und nicht wie ich mich entschlossen habe die Abkürzung zu nehmen weil es da noch ein kirchliches Bikethostel hat und für eine warme Dusche und ein WiFi mache ich den Umweg. Die Dusche ist kalt und ein WiFi hat es nicht. Dafür viele andere Radfahrer aus Holland, Australien und den USA und alle richten mir Grüsse von John aus und das Rad hält. Dafür hat sich der Umweg doch auch gelohnt.
Und wie ihr sicher bemerkt habt, ich habe mich für die Abkürzung entscheiden, das ich in 3 Tagen ohne sehr lange Tage nach Lexington kommen sollte. Und wie ich gesehen habe, hat’s da auch ein Biketrail und der sieht auf den ersten Blick ganz hübsch aus.