Nordkapp

Kurz haben wir es noch mit Autostopp versucht aber wenn nur ein Auto alle 15 Minuten kommt ist das schwierig und so steigen wir um 8.45 in den Bus. Einen Moment haben wir uns noch gefragt ob sich das lohnt nur um diesen Felsen im Meer zu sehen. Nach 10 Minuten ist es klar, es lohnt sich. Die Landschaft ist nochmals anders. Diesmal eher so wie wir uns das vorgestellt haben. Steine und Gras und dazwischen Seen Flüsse und Fjorde. Mal was anderes die Aussicht ohne Ablenkung durchs Fahren genießen zu können. Dafür gibt’s Bilder nur durchs Fenster und die Pausen nicht da wo wir wollen. Nach einem Buswechsel in Honigsvag geht’s richtig zum Nordkapp. Von weitem sieht man den Felsen mit den vielen Wohnmobilen drauf. Nach dem obbligaten Selfi mit der Weltkugel spazieren wir über die weite Ebene. In der Nähe grast eine Renntierherde. Fast zu schnell sind die 3 Stunden Aufenthalt um.
In Honingvag hält der Bus 20 Minuten. So habe ich jedenfalls den Busfahrer verstanden. Aber als ich vom Bankomaten zurückkomme ist kein Bus mehr da und mit ihm Frau und Gepäck. Im Kopf gehe ich die Möglichkeiten durch. Das Nathalie mit dem Busfahrer durchgebrannt ist schliesse ich aus, da währen die anderen Fahrgäste zu störend gewesen. Zurück zur Stasse und Autostopp? Jetzt hat’s sicher mehr Autos. Bevor ich handle frage ich einen anderen Busfahrer. Kein Problem, der macht nur eine kleine Runde und kommt dann wieder. Beruhigt setze ich mich und warte. Und tatsächlich nach 5 Minuten kommt alles wieder,  Frau, Gepäck und Bus.

Fast am Nordkap

Wälder und S’en wechseln sich ab. Dazwischen kleine Ortschaften. Beim letzten, nördlichsten Supercharcher finden wir ein wirklich gemütliches Cafe mit Dachterrasse von wo man eine schöne Aussicht auf den Fjord hat. Hier laden wir nochmals ganz voll. Das genügt zwar knapp bis zum Nordkap aber nicht mehr zurück. Aber es gibt noch Destinations Charcher,  langsamere Ladestationen und so einen hat es 130 km vor dem Nordkap. Den Steuern wir an. Die Landschaft wird karger.  Auf Meereshöhe gibt’s zwar noch Bäume, vor allem Birken,  aber schon ab 200 Meter sind nur noch Gräser und Steine zu sehen.
Dann kommen wir bei Olderfjord zum besagten Destinations Charcher. Der Camping sieht eher nach einer Baustelle aus und wir müssen zum Laden auf dem Busparkplatz bleiben. Denn hier dauert das laden. 10 Stunden zeigt der Tesla an. Zum Nordkap und zurück sinds dann noch 270 km wenn ich das nochmals aufladen will bedeutet das noch eine Nacht hier und dazu haben keine Lust. Nathalie hat die geniale Idee den Bus zu nehmen. Vor 9h hier los und zurück sind wir am späten Nachmittag und unser Tesla ist voll geladen. So machen wir es.

E 6

La E6 traverse la Norvège du sud au nord. Si au sud,  il y a de nombreuses autres  routes,  plus on remonte au nord,  plus la E6 devient LA route.  Bientôt  notre seul challenge,  après une pause,  est de reprendre la E6 dans la bonne direction. La E6 est un simple  ruban d’asphalte bordé d’une ligne blanche et partagée en son milieu par une ligne jaune,  le plus souvent traitillée. Peu de trafic, ce qui nous permet de  rouler confortablement à 80 ou 90 km/h. Sur la route,  nous croisons des mobile homes aux plaques diverses,  des motards bien emmitouflés qui nous dépassent hardiment et de gros camions qui vont de ports en ports convoyer de la marchandise. Des bus aussi.  Il faut bien que les arrêts que nous apercevons de temps en temps  soient desservis,  même si je me demande qui habite dans ces contrées,  car je ne vois guère de maisons.
Ici et là,  des places de pique-nique avec tables et WC,  souvent placées dans de beaux endroits.  Le soir venu,  nous nous y installons pour y passer la nuit,  car en Norvège, on peut dormir n’importe  où.  Seule règle: s’installer à plus de 150 mètres d’une habitation.
Une fois le cercle polaire franchi,  je m’attendais à  voir une végétation rabougrie,  faite de quelques herbes entre des rochers.  Si c’est le cas juste après  avoir franchi le cercle  polaire, dès que l’on redescend, la végétation redevient  variée,  très verte,  avec de nombreuses fleurs dans les champs.
Si grâce au gulf stream,  le climat dans le grand  nord norvégien est clément, j’ai tout de même  sorti mes grosses  chaussettes et ma veste d’hiver.  Et si me mettre en pyjama  n’est pas le  moment le plus agréable de  la journée,  je me réchauffe  vite sous la couette !

Richtig in den Norden

Nochmals 100 km weiter finden wir wieder einen Platz zum schlafen. Zum Essen gibt’s einen Eintopf aus gedämpften norwegischem Fisch mit Tomatensoße und Teigwaren. Eine Köstlichkeit, diese norwegisch-schweizerische Spezialität.
Am nächsten Tag machen wir viele Kilometer. Der erste Tag wo die Sonne nicht scheint. Mosjoen wird uns in den Reiseführern als ein Ort vorgestellt der seine schönen Seiten erst auf den 2ten Blick preisgibt. Wir finden sie auch nach dem 3ten Blick nicht.
Weiter wird die Vegetation immer karger. Obwohl wir nur auf 600 Meter ü. M.  sind hat es nur noch kleine Büsche, Grass und Steine. Und dann die das Polarkreis Center. Mitten auf der Hochebene, von Bussen umlagert der Ort an dem man ein Selfi vom Norden hat ohne bis zum Nordkap zu müssen. Natürlich mit unzähligen Souvenirs zum kaufen. Wir erwarten diese karge Landschaft bis zum Nordkap. Aber weit gefehlt. Als wir uns etwas weiter nördlich wieder mal auf einem Rastplatz einrichten sind wir wieder in bewaldetem Gebiet und das wird auch den ganzen nächsten Tag so bleiben.

 

Bis Trondheim

Von den Olympiade die in den 90er Jahren in Lillehammer stattfanden fallen vor allem die 2 Schneisen der Sprungschanzen im Wald oberhalb der Stadt auf. Ansonsten ist es eine sehr angenehme Stadt. Eine lange Fussgängerzohne lät zum Bummeln ein, die Preise jedoch nicht zum Einkaufen.
Weiter gehts Richtung Norden. Die Landschaft ist abwechslungsreich und schön aber nicht spektakulär. Gegen Abend, etwas weiter wie Dombas fahren wir auf einen Rastplatz. Das Dachzelt aufgeklappt, neben einem Pickniktisch sind wir perfekt eingerichtet, Besser als auf einem Campingplatz. Nur die Dusche fehlt. Unseren kleinen Hitechgrill können wir auch im Sommer betreiben, was sonst in Norwegen verboten ist, aber da unser Grill kein offenes Feuer hat geht das problemlos.
Die Landschaft wird immer spektakulärer. Wasserfälle, riesen Felswände und zur Krönung die Trollstiegen, eine Passstraße die über unzählige Serpentinen ins Tal geht. Nicht dass wir das in der Schweiz nicht auch hätten aber hier hat man von oben die Übersicht über die ganze Abfahrt.
Nochmals eine Nacht auf einem Rastplatz. Diesmal bleiben wir nicht alleine. Mit der Zeit kommen immer mehr Wohnmobile und richten sich für die Nacht ein. Vor allem Deutsche und Norweger. Es hat die riesigen Teile,  mit allem Luxus. Da erfahren wir die Resultate der Fussball-WM.
Beim Schlafengehen stellen wir fest, dass die Tasche mit unseren Schlafsäcken unterwegs liegengeblieben ist. Es schneit die Reise des „nochmals Zurück“ zs sein. Aber un diesem Fall ist das gar nicht schlecht. So kommen wir dazu die Trollstiegen von der anderen Seite nochmals zu sehen. Man könnte meinen nur weil die Rechnung wechselt es sei eine andere Strecke. Wir sind erstaunt wie stark wir das neu erleben.
Am Supercharcher füllen wir Wasser auf und entdecken bei der Tankstelle nebenan eine öffentliche Dusche. Für uns ideal, denn nach 2 Nächten ohne ist das eine Wohltat.
Nun geht’s Richtung „Atlantikrouten“ viele Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Elegant führt die Strasse hoch hinauf, damit die Schiffe noch Platz haben unten durch. Mich erinnert es an Key West, obwohl ich noch nie dort war.
Die Nacht verbringen wir diesmal an einem einsamen Platz an einem der vielen Seen.
Heute wieder mal eine Stadt Trondheim. Eine Lebendige Stadt. Die Leute sitzen vor den Cafes. Uns zieht es ins Starbucks. Endlich wieder mal ein WiFi. Dadurch, dass wir selber kochen und keine Zeltplätze benutzen haben unsere Handys keine Verbindung zur Außenwelt und die Verbindung die ich vom Auto habe ist gut fürs Navi und Internetradio, aber der Browser ist sehr langsam und zum schreiben mühsam. Das dumme ist nur, das WiFi kommt so unerwartet dass meine Berichte nicht vollständig sind. So schicke ich das was ich habe ohne Bilder.

Südnorwegen

Das mit den Berichten klappt nicht so recht. Wir sind nur ganz selten online und wenn wie jetzt sind die Berichte nicht bereit. Aber es kommt. Jetzt schon mal was ohne Bilder.

Bis jetzt sind wir bei perfektem Wetter bis nach Trondheim gekommen.

Die Fahrt nach Oslo ist wunderbar. Erstt ùber’s offene Meer dann schlängelt sich das Schiff durch die vielen Inseln im osloer Fjord. Oslo selbst wird erst kurz vor dem Anlegen sichtbar. Gleich neben der Anlegestelle ist die Oper, ein moderner Bau. Als ich das letzte mal in Oslo war, war sie noch im Bau. Bei dem schönen Wetter flanieren die Läute dem Hafen entlang und sitzen in den Strassencafes. Es sieht sehr anmachend aus aber es ist schon 18.30 uns so haben wir beschlossen die Stadt auszulassen und gleich weiterzuführen. Sonst sehen wir nicht viel von Oslo, denn nach ein paar 100 Metern führt uns das Navi in ein Tunnel aus dem wir erst weit außerhalb des Zentrums wieder ans Tageslicht. Nach 60 km geht’s an den ersten Supercharcher. Wärend die in der Schweiz 6 oder 8 Säulen haben und in letzter Zeit grössere mit bis zu 14 Säulen besonders gefeiert werden, sind es hier 30 und da ist ein emsiges Kommen und gehen.
Frisch mit Energie geladen fahren wir zum nächsten Campingplatz wo mir Nathalie einen feinen Couscoussalat kocht während ich das Zelt aufklappen.

Die Anfahrt

Der Start ist nicht gerade super geglückt. Zwar sind wir bestens zur ersten Ladestation in Deutschland gekommen aber dort habe ich festgestellt dass mein Portemonnaie zuhause geblieben ist. Dabei hat es gewusst dass es mitkommen soll. Also nochmals zurück auf Feld 1. Am Freitag dann der 2. Versuch. Zum Teil fahren wir mit unserem nicht gerade Windschlüpfrigem Dachzelt mit dem Abstandstempomaten hinter Bussen her das braucht dann viel weniger Energie, aber die fahren nicht alle dort lang wo wir wollen. Am Abend laden wir kurz vor Hamburg nochmals auf und haben im Sinn noch etwas weiter zu fahren. Doch neben der Ladestation hat es einige Camper und so bleiben auch wir.
Kurz vor der Dänischen Grenze machen wir noch einen Großeinkauf. Alles was haltbar ist nehmen wir lieber von Deutschland mit.
Die Autobahn in Dänemark ist angenehmer zu fahren. Man merkt den Unterschied der beschränkten Höchstgeschwindigkeit. In Fredrikshaven kommen wir ans Meer. Da richten wir uns an der Marina auf einem Stellplatz für die Nacht ein. Morgen früh fährt unsere Fähre nach Oslo. Eine Fahrt von 9 Stunden in den Osloer Fjord.

Es geht wieder los

Heute abend fahren wir wieder los . Diesmal mit dem Auto. Ans Nordkapp soll es gehen.

Ob wir dann wirklich bis ganz ans Nordkapp fahren ist noch offen. Je nach Wetter, Lust und Laune kehren wir etwas früher um. Ladestationen von Tesla hats  bis etwa 400 km vor dem Nordkapp. Aber es gibt noch andere Ladestationen. Mal schauen wie es klappt.

Den Blog schreiben wir zusammen, Nathalie auf französisch ich auf deutsch. Es sind aber keine Übersetzungen. Jeder schreibt aus seiner Sicht. Es kann also interessant sein beide Varianten zu lesen. Ihr Browser hat eine Möglichkeit den Text zu übersetzen. Bein Chrome z.B. mit der rechten Maustaste auf einen weissen Bereich neben dem Text klicken und dann die Option übersetzen auswählen.

Das meiste ist schon gepackt. Ich freue mich aufs losfahren und auf eure Kommentare.

Zurück

Ausser einem interessanten Sitznachbar auf dem Flug nach Istanbul, Magier und Künstler, nichts besonderes auf dem Flug nach Hause. 30 km fliegen wir am Flughafen Kloten (Zürich)  vorbei um dann 7 Stunden später, nach dem Umsteigen in Istanbul, in Zürich zu landen. Nathalie kommt gleichzeitig mit dem Auto an. Zuerst geht’s nach Küsnacht wo wir unser neues Dachzelt (tenturi.com) abholen. Und dann endlich wieder mal nach hause. Das ist der Schluss meiner Durchquerung der USA. Mit den Reiseberichten geht’s bald weiter. Am 28.6. Fahren wir nach Norwegen Voraussichtlich bis zum Nordkap. Diesmal mit dem Auto. Spannend wird es wie das mit dem Energieverbrauch und dem Aufladen klappt. Mit dem Dachzelt auf dem Tesla dürfte ich wohl etwas mehr Strom verbrauchen. Einen kleinen Test machen wir dieses Wochenende in Ornan Frankreich.

New York zum 2.

Am Abend geht’s wieder mal auf eine Party. Diesmal nicht zu den Portugiesen. Wir sind von Amerikanern zu einer Hauseinwheiung. Ich frage ab wann ein Einwanderer als Amerikaner gilt. Das kommt auf die community an. Und Portugisen gibt’s viele hier und so werde sie wohl nie Amerikanerin. Ausser wenn sie in Portugal ist.
Eigentlich hätte ich eine andere Fähre nehmen wollen, die näher an der Freiheitsstatue vorbei fährt. Aber heute ist Memorial Day. Das ist ein ganz wichtiger Feiertag wo alle New Yorker verreisen. Drum war’s auch so schwer eine Warmshower zu finden. Und deshalb fährt auch meine bevorzugte Fähre nicht. Vor 8 Uhr bin ich schon in Manhattan und fahre schwer bepackt, mit dem Velokarton und den ersten NY Einkäufen zu meinem Schlafplatz. Eine Nachbarin macht mir auf und so kann ich mein Gepäck im Garten deponieren. Und jetzt geht’s los ins Gewühl. Nein, Memorial Day, die New Yorker sind nicht da
Ich habe die Strassen fast für mich alleine, denn die Touris haben kein Auto. Mitten auf der Strasse kann ich Fotografieren und niemanden störts. Im Central Park ist viel los. Biker und Jogger ziehen ihre Runden, dazwischen Spaziergänger, Kinderwagen und Touristen. Ich fahre auch einmal rundherum. Dann aber wieder ins einsame Manhattan. Empire State Bilding, Lincoln Tower, Metropolitan und Central Station sind auf dem Programm. Das ESP enttäuscht mich, ich hatte das als beeindruckendes Gebäude in Erinnerung und jetzt ist es nichts besonders. Sind das die 37 Jahre die ich älter geworden bin  oder die Gebäude rundherum die gewachsen sind?
Jetzt kommt der 2. Teil vom einkaufen. Ein Teleskop soll es sein, eines das die Sterne selber findet. Als mir der Verkäufer die Schachtel bringt erschrecke ich schon etwas. Eine Riesenschachtel. Das hat viel kleiner ausgesehen neben den noch viel grösseren. Auf dem Gepäckträger unmöglich, also auf den Sitz. Aber da kann ich kaum mehr steuern. Zum Glück sinds nur 11 Blocks. Ich habe etwas Angst wie ich das alles Aufgeben will. Bei meinem Gepäck angelangt öffne ich die Schachtel. Es ist nicht ganz so gross wenn man die Verpackung weglässt.
Ich fahre nochmals los. Little Italy, Chinatown und die Brooklyn Bridge. Ein Teil der Brücke für die Fussgänger und Velofahrer reserviert und die Touristen sind alle auf der Brücke. Die ärmsten Velofahrer die es auch versuchen, kommen kaum durch. Ich hab mein Velo zum Glück vor der Brücke stehen lassen. Aber die Aussicht von der Brücke ist schön. Auf meinen Ausflügen durch Manhattan lege ich nochmals 75 km zurück und bin jetzt mehr wie 6000 km seit meinem Start am 18.3.
Als ich wieder bei meinem Übernachtungsplatz bin kommt meine Gastgeberin auch gleichzeitig von ihrem verlängerten Wochenende zurück. Im Hinterhof wo ich meine Sachen habe ist Party. Ich werde mit einem Bier begrüsst. Muss mich aber vor allem um mein Gepäck kümmern. Ein Handgepäckkoffer habe ich mir erstanden und da muss mein neues Teleskop rein, das mindestens doppelt so gross ist. Das Stativ kommt in den Velokarton und nach grosszügigem abschneiden von der Verpackung passt genau rein. Zum Essen gehen wir in ein äthiopisches Restaurant. Viele verschiedene Fleisch und Fischspeisen die man direkt mit Brotfladen ab der Servierplatte ist. Nicht gerade ein typisches New Yorker Gericht aber sehr gut.
Da ich wie üblich früh aufwache habe ich genügend Zeit um zum Flughafen (JFK) zu kommen. Das Packen ist eine logistische Herausforderung. Zuerst muss alles aufs Velo, nicht dass das dann noch zu fahren wäre. Also schiebe ich mein Velo zur ersten Metrostation. In den Lift rein geht’s grad noch wenn ich das Velo quer stelle aber raus geht’s durch die andere Türe und da steht das Velo Quer davor. Keine Chance das Velo rauszubekommen. Also wieder rauf und von der 44. Strasse zur 42. Da ist der Busterminal. Da soll der Lift grösser sein. Tatsächlich ein Riesenlift. Man könnte beinahe nochmals eine kleine Runde fahren da drin. Aber da stellen sich 2 Probleme. Die Metrolinie die ich nehmen sollte hat eine Panne.  Ich muss also einen Umweg fahren habe aber genug Zeit. Das andere Problem macht mir etwas Angst. Um in die Metro zu kommen hat’s noch eine steile Treppe und die Rampe ist geschlossen. Ich warte einem Moment ab wo niemand auf der Treppe ist und mach mich langsam voran. Beide Hände an den Bremsen und dagegen stemmen. Langsam Stufe für Stufe geht’s runter und viel einfacher als erwartet komme ich unten an. Die lange Metrofahrt in der überfüllten Bahn ist nicht gerade angenehm aber Problemlos. Am Flughafen dann das grosse Ver-und Umpacken und schon bin ich wie ein normaler Reisender mit meinem neuen Rollköfferchen am Gate. Bis zum Abflug bleibt noch genügend Zeit diesen Bericht hochzuladen. Nur JFK hat kein Wi-Fi. An verschiedenen Orten habe ich nachgefragt aber es bleibt dabei. Vielleicht klappts in Istanbul.

Die portugiesische Communiti

Eine lustige Ausfahrt dem Strand entlang. Die portugiesische Communiti nimmt es nicht so ernst mit dem Velofahren, der Barbesuch, das Plaudern und die Selfis sind mindestens ebenso wichtig. Isabella ist an meinem Velo interessiert und ich hätte nichts dagegen wenn ich es nicht nach hause nehmen müsste. Aber die Probefahrt ist nicht so erfolgreich wie erwartet und so werde ich doch mit meinem ganzen Gepäck nach hause reisen. Um den Grill für’s anschließende Znacht anzudeuten wird grosses Geschützt aufgefahren.
Die Nacht ist nicht die beste. Am Morgen fühle ich mich gar nicht wohl. Ich weiss nicht ist es der Heuschnupfen oder sonst eine Erkältung. Jedenfalls bleibe ich fast den ganzen Tag in meiner Wohnung. Und Heute, Sonntag, ist es schon wieder fast ganz gut. Ich packe meine Sachen zusammen den Morgen früh um 6.45 fährt meine Fähre nach Manhattan. Ich könnte auch eine spätere nehmen aber ich will meinen letzten Tag in New York ausnützen. Am Dienstag habe ich meinen Flieger um 12.35 und mit der Heimfahrt zum Flughafen und dem Einchecken ist der Vormittag ausgefüllt.

Ruhige Zeiten

Es wird noch ein langer Abend. Es kommen noch Freunde vorbei und so essen und plaudern wir bis, für meinen gewohnten Tagesrytmus. Gleich nochmals ein ruhiger Tag für mich. Abends fahren wir etwas südlich zum Asbury Park. Ein touristischen Ort am Meer. Spazieren dem Strand entlang und hängen in einer Bar ab.
Es gibt nicht viele zu schreiben, mit dem Velo zum Strand, baden und den nächsten Tag in New York planen. Ich werde wahrscheinlich nur noch ein Tag in New York sein. Ich habe so viel gesehen, viel mehr aufnehmen mag ich nicht.
Am Abend haben wir abgemacht mit dem Rad der Küste entlang zu fahren. Isabella wills mit meinem Liegerad ausprobieren.

Es geht weiter

Also nicht die Veloreise aber der Blog. Zum einen bin ich noch nicht zuhause, dann habe ich im Sinn noch ein allgemeines Fazit zu verschiedenen Themen dieser Reise zu schreiben und dann bin ich mit Nathalie Ende Juni schon wieder unterwegs zum Nordkap. Diesmal mit dem Auto.

Aber mal Vielen Dank für alle die Gratulationen.

New York

Eigentlich gehört zu einer Ankunft am Meer ein Bad aber das Wasser ist zu kalt. Nur die Surver in ihrem Anzügen trauen sich rein. So wird mit einem Drink und einem Glace gefeiert.
Bei Isabelle,  meiner Gastgeberin  werde ich im Untergeschoss, in einer kleinen Wohnung einquartiert. Sie ist Portugisin, lebte in Frankreich und ist jetzt schon lange hier Lehrerin. Als sie erfährt das ich am Dienstag zum Flughafen muss startet sie gleich eine Facebook Aktion um mir einen Fahrer zu finden. Wir essen in einem portugiesischen Restaurant wo ich ihr alles über meine Reise erzählen muss. Sie will etwas ähnliches nächstes Jahr machen.
In meiner kleinen Wohnung breite ich alle meine Sachen aus. Ich muss mich für morgen neu organisieren.
Isabella bringt mich noch zur Fähre, die in der Nähe ihrer Schule ist.
Die Fähre bringt mich direkt nach Manhattan. Das ist eine Umstellung, von den einsamen Landschaften, den kleinen Städten und verlassenen Dörfern ins übevolle lärmige New York ohne Plan gehe ich Kreuz und Quer durch die Strassen Richtung Südspitze. Auf dem Weg dorthin treffe ich auf REI (also doch nicht ganz ohne Plan). Dem Outdoorausrüster der USA. Ich habe ihn schon in den 70er Jahren kennengelernt, als es in Europa noch nichts in der Art gab. Ein Multitool mit einem guten Ketzennietendrücker, damit ich auf der nächsten Reise nicht mehr von John abhängig bin und einen Campingholzkocher mit Grill, Lampe und USB-Ladeanschluss erwerbe ich hier. Mit dem Kocher werden wir uns in Norwegen noch viele Mahlzeiten zubereiten. Als ich nach einer Kartonschachtel für ’s Velo frage bin ich schon etwas erstaunt als sie mir eine für 50 $ verkaufen wollen. Eigentlich gab’s die bis jetzt überall kostenlos. Das sei halt New York, höre ich von Anderen, da gibt’s nichts gratis.
Ich mache mich weiter Richtung Südspitze. Schon vorher hat’s leicht geregnet aber jetzt richtig. So bleibt mir auch der Kauf eines Regenschirmes nicht erspart. Der Gedenkplatz für die 2 WTC-Türme ist beeindruckend gestaltet. 2 riesige Brunnen in denen das Wasser in die Tiefe stürzt. Als ich das letzte mal hier war, waren die beiden Türme erst gerade fertig geworden.
Die Rückreise mit der Fähre ist nicht so schön wie ich mir das vorgestellt habe. Anstelle eines Lichtermeeres sehe ich Nebel. Einen Bus zurück nach Long Branch gibt es nicht, eventuell doch ab der 36. der fährt aber nicht am Abend und die Haltestelle ist an der 45. Antworten auf meine Frage nach dem Bus gibt es viele und vor allem Unterschiedliche. Also versuche ich es mal mit Autostopp und ich werde auch mitgenommen. Er hätte mich mitgenommen weil Autostopp hier verboten sei und die Polizei patruliere häufig.
Er bringt mich zu einer Bushaltestelle. Aber da ist weder eine Tafel mit Abfahrtszeiten noch sonst ein Hinweis auf einen Bus. Also weiter Autostopp. Es geht nicht lange da hält wieder ein Auto. Kurz bevor er bei mir ist leuchtet das Blaulicht auf. Als der Polizist aussteigt habe ich mich schon auf unwissendenund verlorenen Touristen eingestellt. Ausweiskontrolle. Kein Problem bis Long Brunch könne er mich schon mitnehmen. Und so bringt mich die Polizei im vergittetten Teil des Wagens nach hause. Zum Aussteigen muss der Officer aussteigen und mir die Türe öffnen, denn von innen gehts nicht.
Ich schlafe aus. Stehe erst nach 6 Uhr auf. Habe mich zu lange daran gewöhnt früh aufzustehen. Dabei habe ich nichts vor ausser ein paar Informationen einholen und kleine Einkäufe tätigen. Und vor allem Ordnung in meine Sachen bringen. Das Wetter ist wieder perfekt und so soll es auch bleiben, die nächsten Tage. An der Strandpromenade wird der Hund im ferngesteuerten Auto spazieren geführt. Im Veloladen hat man einen Karton für mein Velo. Für einen „Coast to Coast“ Fahrer selbstverständlich kostenlos. Eine Antwort von einer Warmshower Gastgeberin bekomme ich. Für die letzte Nacht habe ich eine Unterkunft in New York. Das ist eine Möglichkeit, dass ich am frühen Montag Morgen nach New York fahre, den Tag dort verbringe. Und dann am Dienstag nur noch zum Flughafen fahren muss. Mal schauen ob Isabella in der Zwischenzeit noch eine andere Idee hat.

Atlantik

Das Essen ist einfach, Mandeln Trockenfrüchte, Energierigel und als besonderen Luxus ein Jogurt. Auch einen Feierabenddrink, einen Mangorita habe ich mir schon gekauft. Ein Radfahrer hält und wir plaudern ein wenig. Er erzählt mir von Tourenfahrer die von „Coast to Coast“ fahren. Er kann’s kaum glauben als ich ihm erzähle das genau das ich gemacht habe. Glücklich dass er jetzt auch so einen Verrückten kennt fährt er weiter. Ich warte noch eine Weile und stelle mein Zelt kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf.
Schon um 9 Uhr schlafe ich, wache aber auch schon um 2 Uhr auf. Nichts mehr mit schlafen. Ich bin aufgeregt. In ein paar Stunden bin ich am Atlantik. Das Wetter soll schön sein und so werde ich die Badehose zuoberst einpacken. Meine Gastgeberin kommt erst um 18 Uhr nach hause und so werde ich genügend Zeit haben, meine Ankunft am Strand zu feiern.
Mein Aufenthalt in New York ist noch nicht geregelt. Vielen Warmshowern habe ich geschrieben. Die meisten haben gar nicht geantwortet und anderen gehts nicht. Dabei wäre es gerade in einer Großstadt interessant jemanden zu haben, der sich auskennt. Mal schauen, vielleicht ergibt sich ja noch was.
Der Verkehr ist heftig heute Morgen. Aber ich habe wieder mal Glück. Eine Brücke ist gesperrt und so wird der ganze Verkehr umgeleitet. Mich lassen sie durch.
Wieder mal ein Fluss der die Staatsgrenze ausmacht. Jetzt als 13er Staat New Jersey. So unschön es auch b mag, was mir am meisten bleibt von meiner Fahrt durch New Jersey sind die miserablen Strassen. Schlaglöcher bis zu 20 cm tief und da kommt das übertreiben dann noch dazu. Und die meisten da wo man als Radfahrer fährt. Da fahre ich halt mitten auf der Strasse, aber das passt den Autofahrern nicht. Dafür ist das Wetter perfekt. Sonne und warm aber nicht heiss. Doch für mich gehts nur darum anzukommen, am Atlantik und das komme ich, kurz vor 15 Uhr nach 5865 km und 59607 Höhenmeter bin ich am Atlantik angekommen.

Einfaches Leben

Zum Essen gehen wir in eine Bar. Ob Angestellte oder Kunden Calixte kennt alle. Bier und Stakes sind perfekt.
Morgens fahre ich wieder mal in die Sonne wie schon so häufig auf dieser Reise. Nach wenige km geht’s auf keine Nebenstraßen. Ich bin wieder auf einer offiziellen Veloroute. Der Philadelphia S. Aber auch hier hat es viel Verkehr. Ich bin in einem Gebiet wo viele Amische leben und die sind alle mit ihren Velos und Kutschen unterwegs. Ihre Höfe sind alle extrem ordentlich unterscheiden kann man sie von weitem. Es sind die ohne Silos und PickUps. Ich siniere etwas über deren Leben in der Vergangenheit nach, in der heutigen Welt. Das Glück des Einfachen, des Wenigen und des klaren Weges. Themen die mich auf dieser Reise immer wieder beschäftigt haben. Wenn man das für sich so entscheidet ist das eine Sache aber haben deren Kinder die nichts anderes kennen die Möglichkeit sich frei zu entscheiden?
Eine verrückte Bande Motorradfahrer holet mich in die Wirklichkeit zurück. Sie machen allerlei Kunststücke auf ihren Maschinen. Freihändig fahren, auf dem Bauch liegend die Beine hinten rausstreckemd und was sonst noch alles kleinen Buben in den Sinn kommt. Selbstverständlich alle ohne Helm. Wo es nichts zu schützen gibt muss man auch nichts schützen.
In einem kleinen Diner genehmige ich mir noch mal ein richtiges amerikanisches Frühstück. Eier Rösti und Schinken und damit niemand auf die Idee kommt ich sei im Emmental, Toastbrot dazu.
Seit ich den TransAmTrail verlassen habe treffe ich den ersten Tourenfahrer. Er ist von Chicago unterwegs nach Philadelphia. Andere Radfahrer hats viele. Hobbigümmeler, Sonntagsausflügler und Biker. Das Wetter ist wechselhaft. 2 mal warte ich einen Regenschauer unter einem Vordach ab.
Die Idee ein letztes mal wild zu Campen habe ich aufgegeben. Zu bewohnt die Gegend und zu unsicher das Wetter. Zum Übernachten habe ich mir Doylestown ausgesucht. Nördlich von Philadelphia. Eine letzte Nacht in einem Motel, bevor ich die letzten, das Wort häuft sich, 120 km zum Atlantik zurücklege. Kurz vorher noch einen letzten (Inshalla) Platten. Gleich neben einem überdachten Picknickttisch. Ich ersetze den Schlauch und will schon weiterfahren, da sehe ich mir den Wald hinter dem Picknickplatz noch etwas genauer an. Eigentlich Ideal zum Zelten und ich habe auch schon 130 km gemacht. Es ist schnell entscheiden. Das wird mein Schlafplatz sein.

Regen und Jacke

Das Navi führt mich Ausserhalb der Stadt in ein Villenviertel. Vor der Grössten lässt es mich anhalten. 6 Garageneinfahrten. Ich trau mich fast nicht zur Haustür, werde aber mindestens so freundlich empfangen wie an anderen Orten. Als der Hausherr hört dass ich in La Chaux-de-Fonds wohne führt er mich gleich in den Keller. Dort hat er eine riesige Werkstatt mit kleinen und mittleren Maschinen zur Herstellung von Uhren. Er macht und repariert Uhren. Kann alle Zahnräder selber herstellen.
Die Töchter Kristy und Bobbiesind die Radfahrerinnen. Eine beeindruckende Sammlung an Velos, Fatbikes, Mountenbikes, Touren – und Rennräder. Aber heute Abend ist Musik angesagt. Sie spielen in einem Bläserorchester mit 38 anderen Musikern. Kristy bläst das Baritonsax, Bobbie die Trompete. Und heute Abend ist das grosse Konzert. Mit dem neuen Tesla von Kristy fahren wir zum Nachbarsort.
Das Konzert mit alles russischen Komponenten gefällt mir sehr.
Um 6 Uhr gibt’s Frühstück beeilen muss ich mich nicht denn im Moment regnets heftig. Wir sprechen von der Ausrüstung und darüber, dass ich in Wintchester mir zwar diverse Goretexjacken angeschaut aber keine gekauft habe. Da bringt mir Bobbie eine neue Jacke. Die brauche sie nicht mehr. Sie sei bei dem Marins und das sei ihre alte, ungebrauchte Jacke. Für Marins sei die unbrauchbar weil wenn jemand damit ins Wasser fällt man ihn nicht mehr sehe. Es hätte jetzt neue gegeben in anderen Farben. Bei dem heutigen Wetter und den 140 km die ich heute noch vor mir habe nehme ich die Jacke gerne an.
Und so fahre ich frisch bekleidet los. Es regnet immer noch aber nicht mehr so heftig. Durch die beiden Regentage sind die Temperaturen gefallen. Beim längeren Aufstieg, gleich zu Beginn stört das nicht aber als es dann runter geht bin ich froh dass Bein Oberkörper trocken bleibt und ich ziehe mir, nach langem wieder die Mütze und Handschuhe an. Nach den ersten 50 km die durch Wälder und Felder führen wird die Strecke weniger schön, ausser die Städte, die alle viel interessanter sind. Aber das ist mir egal, ich will vorwärts kommen. Noch 2 fahrtage und dann bin ich am Atlantik. Inshalla. Irgendwann überquere ich wieder mal eine Staatsgrenze. Pennsylvania ist jetzt dran. Aber dann wird es doch noch mal interessant. Eine über 1 km lange Steinbrücke führt mich über den Susquehanna River, der in ca. 20 km in den Atlantik mündet.
Über die neue Jacke bin ich wirklich glücklich auch wenn es nicht meine Farben sind aber ich komme trocken und nicht erfroren an.
In Lanchester treffe ich mich mit Calixte. Er ist nicht bei Warmshouers aber eine Freundin, die heute nicht da ist hat mir ihn vermittelt. Ein junger Haitianer, zeigt mir seine Wohnung. Er müsse noch arbeiten gehen aber würde mich gerne nachher zum Essen ausführen. Und so bin ich wieder mal gespannt was der Abend bringt.

3 Staaten

 

Das Essen mit Rebecca war sehr gut und wir haben interessante Gespräche geführt über Energirarbeit, die Unterschiede zwischen den Amerikaner und den Europäern, die Kunst und alles worüber man sonst noch so reden kann.
Am Morgen soll’s laut App noch regnen bis 9 Uhr drum stehe ich erst nach 6 Uhr auf. Doch der Himmel ist zwar bewölkt aber es ist trocken. So packe ich schnell zusammen und fahre los.
Nicht nur die Landschaft sieht hier schweizerisch aus auch die Häuser, Innenstädte machen einen fast europäischen Eindruck. Häuser aus Stein, im Stadtzentrum Restaurants und Bars und wie gesagt in Wintchester sogar eine Fussgängerzohne. Leider auch die Autofahrer. Einige Hupen verärgerter wenn sie nicht vorbeikommen oder überholen sehr nah. Da bin ich froh um meine Naviapp (komoot.de) die mir meistens sehr gute und vetkehrsarme Routen vorschlägt.
Nur kurze Zeit zwischendurch bin ich auf grösseren Strassen. Eine kurze Strecke führt mich mein Navi durch West Virginia und dann geht es nach Maryland. Das ist nun schon der 11. Staat und 3 kommen noch dazu. Nach einem Aufstieg hält ein junger Fahrer an und will mich von einem Stück Leuchtstteifen úberzeugen, damit man mich besser sieht. Ich nehme es dankbar an und klebe es ans Schutzblech. So gebraucht wie es ist wird es wohl nicht lange halten. Bis jetzt, km 60 hat es nur so leicht geregnet dass ich nicht wirklich nass werde. Das muss wohl in letzter Zeit anders gewesen sein, denn an vielen Orten ist die Strasse überschwemmt. Als der Regen richtig einsetzt suche ich Schutz unter einem Vordach. Ich komme nicht ganz draus ob es sich um ein Museum oder Privathaus handelt. Bis zu meinem Warmshower  sind es nur noch 20 km da bleibt mir genügend Zeit. Ich muss zwischen 16 und 17 Uhr dort sein, denn am Abend geht’s zu einem Konzert und da muss vorher geduscht werden.
Der Regen hat aufgehört und so fahre ich weiter zu meinem Konzert von heute Abend.

Wintchester

Deb und Steve verwöhnen mich wo sie nur können. Sie bieten mir auch an wenn das Wetter schlecht bleibt mich mit dem Auto weiterzuführen oder mich bei ihrer Schwester in Washington unterzubringen. Zum Essen versorgen sie mich mit Protein, d.h. Riesensakes.
Mit durchschlafen ist allerdings nichts. Schuld daran ist eine Blume. Sie blüht nur alle paar Jahre einmal. Und das auch nur ein paar Stunden in der Nacht und dieser Nacht soll es wieder so weit sein. Um 2 Uhr morgens wache ich auf und schaue nach. Tatsächlich die Blüte ist offen.
Auch am Morgen gibt’s eine gut Nähende Mahlzeit. Burrittos gefüllt mit Gemüse, Eiern und den Resten der Stakes von gestern.
Mit den Weiterfahren muss ich mich nicht beeilen. Es regnet noch, soll aber besser werden und ich hab ja nur 65 km vor mir. Dann kurz vor 8 hörts auf. Ich mache mich bereit und schiebe mein Velo zur Strasse. Nach 20 Meter regnets wieder so richtig. Also nochmals umdrehen und warten. Nochmals eine Stunde später versuche ich es noch mal. Die halbe Strecke schaffe ich mit nur wenig Regen und den nächsten richtigen Schauer warte ich in einem McDonalds ab. Auf der 2. Hälfte erwischt es mich dann doch noch richtig aber bis ich in Wintchester bin ich wieder trocken. Das Problem bei der Witterung ist, zieht man den Regenschutz nicht an wird man von aussen nass andernfalls von innen. Als ich in Wintchester ankomme treffe ich plötzlich auf einen alten Bekannten. Den Highway 50. Ich habe nicht mehr daran gedacht, dass ich den nochmals kreuzen werde.

Bei Rebecca übernachte ich hier. Sie ist energetische Therapeutin also wie ich. So haben wir einander viel zu erzählen. Wärend sie noch ein paar Kunden hat sehe ich mir die Stadt an. Es gefällt mir dieses Wintchester. Eine rechte Fussgängerzohne mir Restaurants, Bars und Läden aller Art. Mich zieht es sofort zum Outdoorausrüster. Das gute ist ich kann nur anschauen. Kaufen ist nicht drin. Müsste ja alles aufs Velo. Dies muss bis New York warten. Um 7pm habe ich mit Rebecca beim Thailänder abgemacht. Die Zeit bis dahin vertreibe ich mir mit schreiben in einer Bar.