Rohne 1 28.5.2024

Um 7 Uhr sind wir schon wieder auf den Rädern. Die Sonne scheint,  es hat sich gelohnt einen Tag in Avignon zu warten. Ich schreibe wir und dass ist richtig. Was ich nicht erzählt habe, als ich vor 2 Tagen vor dem Campingplatz an der Rohne saß, hat mir Sami angerufen:  Er sei in Avignon und so sind wir wieder zusammen.
Der Weg ist sehr schön, vielfach Velowege die mal links mal rechts der Rohne entlang führen, dann wieder kaum befahrene Straßen. Nur der Wind macht uns etwas zu schaffen. Gemäss Meteo bläst er mit 28 km/h mit Böen bis zu 63. Nach 82 km finden wir direkt an der Rohne einen Platz zum Schlafen.

Avignon 2 27.5.2024

Für heute ist bis zum Abend Regen angesagt und so besuche ich den Papstpalast. In den vielen malen die ich in Avignon war, war ich noch nie dort. Schön gemacht ist dass man auf dem Tablet das man bekommt man die Räume sieht wie sie zu ihrer Zeit ausgesehen haben. Den Nachmittag verbringe ich größtenteils unter einem Sonnenschirm auf der Terasse des geschlossenen Campingplatt Restaurants.
Morgen soll das Wetter wieder besser sein, dann geht’s das Rohnetal Nordwärts.

Avignon 26.5.2024

Es sind nur 40 km und alles flach aber heute läufts streng. Ich bin froh als ich am Mittag endlich ankomme. Auf einer Brücke  über die Rohne kommt es mir als wäre das jetzt der letzte Teil meiner Veloreise. Tatsächlich sond es nur noch 600 km bis nach hause. Etwas freut sich in mir, ein anderer Teil ost traurig. Campingplatz La Bagatelle kenne ich noch von meinen ersten Reisen als Reiseleiter. Und es hat sich nichts verändert in den 45 Jahren. Nur das Personal ist jünger geworden. Duschen Wäsche waschen und dann geht’s auf zur Stadtbesichtigung bei schönstem Wetter und 32 Grad.

Sanit Marié de la Mère 25.5.2024

Der weitere Weg dem Kanal entlang ist zum Teil beeindruckend. Speziell als der Kanal durch die Lagune führt. Links und rechts Wasser, dazwischen Kanal und Veloweg. Unser Mittagessen nehmen wir unter einer Brücke ein und verpassen so ein Regenschauer.
Als wir in St Marié ankommen sagt man uns das die Prozession in 2 Minuten kommt. Wir warten dann doch eine Stunde bis die Heilige Sarah ins Meer getragen wird. Zuforderst die Kameraläute, dann die Reiter und danach die Heilige Sarah, eingepackt in so viele Umhänge dass man das kleine, schwarze Gesicht kaum erkennt.
Am Abend ist dann Musik angesagt. In den Restaurants angagierte Gruppen, in den Fassen Strassenmusiker und Jamsessions. Ich habe das Problem, dass ich gewohnt bin bei Sonnenuntergang mich schlafen zu legen. Etwas später wird es schon, aber allzulange geht’s auch nicht.
Das Zmorge nehme ich noch mit Sami aber dann ist wieder Abschied. Er bleibt noch hier und mich führt der Weg Ostwerts durch die Camargue. Dem Meer entlang, begleiten mich Flamingos und Reier. Auch wenn der Weg wegen Sandverwehungen manchmal schwierig ist, genieße ich die Fahrt durch die Lagunen. Kurz vor Arles.ist die Van Gogh Brücke, er hat sie gemalt. Es ist ein schöner Platz und so beschliesse ich hier zu übernachten

Sami 23.5.2024

Sami heisst der Finne. Wir plaudern etwas, gehen aber bald schlafen. In der Nacht regnets aber am Morgen ist mein Zelt wieder trocken. Sami Flucht Wein sein oberzelt noch ganz feucht ist und somit viel schwerer.
Nach 5 km trennen wir uns. Ich fahre halt wirklich langsam und will vor allem zum Meer. Seit 2 Wochen hab ich es nicht mehr gesehen. Bei Frühstück Strecke ich die Füsse hinein. Es ist schrecklich kalt. Wieso das? Der Atlantik war wesentlich wärmer. Kurz vor Sete treffe ich wieder auf Sami. Wir beschliessen zusammen einen Campingplatz zu suchen. Einen 1* Platz finden wir 10 km später.  Aber auch der kostet 24 Euro. In Portugal Waren es noch 10 Euro für einen luxuriösen Platz.
Sami ist Musiker und unterwegs zum Gipsi-Festival nach St.Marie de la Mère. Nach kurzem Überlegen schliesse ich mich ihm an. Genügend Zeit habe ich ja und so habe ich die nächsten Tage etwas vor.

Zum Mittelmeer 22.5.2024

Weiter geht’s den Kanal runter. Die Landschaft hat sich deutlich geändert. Olivenhaine und Moonfelder herschen neben den Weinbergen vor. Schleuse um Schleuse und dann bei Bezier sind es Plötzlich 7 Schleusen aneinander. Dann noch eine der faszinierenden Brücken, wo der Kanal über die Brücke geht. Etwa 5 km vor dem Mittelmeer finde ich einen Platz zum übernachten. Nicht ganz so schön wie die letzten Nächte aber ganz ok. Als ich mit dem Essen fertig bin, kommt ein Finne mit dem Velo, der auch einen Platz zum Schlafen sucht. Vielleicht gibt’s ja noch einen ganz interessanten Abend

Carcassonne 21.5.2024

2 mal musste ich vor einem kurzen Regenschauer ins Zelt flüchten aber sonst hatte ich einen gemütlichen Abend.
Weiter dem Kanal entlang. Dachte ich gestern noch runter geht’s etwas schneller, so weiss ich jetzt dass das Gegenteil der Fall ist. Bis zum höchsten Punkt waren die Wege ausnahmslos geteert, jetzt sind es meist Naturstrassen und das mit vielen, zum Teil auch größeren, Pfützen.
Nach 30 km erreiche ich Carcassonne. Die Cité wie sie hier die Altstadt nennen ist beeindruckend.
Ich fahre noch weiter und suche mir wieder einen Schlafplatz neben einer Schleuse. Da schaue ich den Hobbykapitänen beim, nicht immer ganz glücklichen, manövrieren zu.

Canal du midi 20.5.2024

  20.5.4

Toulouse hat eine schöne Altstadt mit vielen prächtigen Kirchen herrschaftlichen Gebäuden. Aber ich habe vielleicht auf dieser Reise zu viele schöne Altstadt gesehen. Ich spaziere etwas rum und gehe Libanesisch essen, dann zurück zum Hostel.
Am Morgen wieder weiter dem Canal entlang. Schnell bin ich aus dem Städtischen raus und es sind wieder die herrlichen Landschaften durch Wälder und Wiesen. Nach 50 km erreiche ich den höchsten Punkt des Kanals, auf 190 Meter. Von hier könnte man noch zu den Stauseen hinauf fahren, die das Wasser  Speichern um den Betrieb des Kanals auch im Sommer zu gewährleisten. Damit nicht zuviel Wasser verdunstet wurden entlang des Kanals Bäume gepflanzt und so fährt man meistens im Schatten. Erbaut wurde er in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts von Pierre-Paul Riquet. Es hat sehr viele schleusen, zum Teil alle paar 100 Meter. Und dann bis zu 9 Schleusen nacheinander.
Bei den Schleusen hats meist gemähte Wiesen und auf soeiner übernachte ich heute.

Toulouse 19.5.2024

Wieder einen schönen Abend mit meinen Warmshowergastgeber verbracht. Die Söhne, 3 an der Zahl wollten alles wissen über die Reise, die Veloschuhe und Pedalen u.v.m.
Um 9 Uhr als ich mein Velo zum Gartentor geschoben habe hats dann angefangen zu regnen. Also wieder zurück und 20 Minuten später ein 2. Versuch. Nach 15 km erreiche ich den Kanal. Angenehm diesem entlang zu fahren, aber etwas langweilig. Links die Eisenbahn, rechts die Autostrasse und dahinter Industriegebiete. Einmal beginnts noch zu Regnen, aber bis ich die Regenkleidung angezogen habe hats schon wieder aufgehört. In Toulouse treffe ich auf den Canal du midi und der begleitet mich bis nach Sete. Ich Checke in meinem sehr schönen Hostel ein und warte dass der Regen aufhört um die Stadt zu  besichtigen.

Bourret 18.5.2024

Den Abend verbringe ich mit Adrian.Er ist seit 2019 mit dem Velo unterwegs. Mit Zelt und Hund. Er bekommt  615 Euro Rente,  damit kann er sehr gut leben. Da kann er die Hälfte sparen.
Am Kanal hat es plötzlich wieder viele Wanderer. Das sei der Camino de Compostela von Puy aus.
In Moissac mache ich einen Abstecher zur Benediktiner Abtei. Martina hat mir den Tipp gegeben.  Und es ist wirklich ein beeindruckendes Gebäude. Nach fast 80 km beschliesse ich meine heutige Etappe, wo ich in Bourret auf den Feierabend meiner Warmshowergastgeber warte.

Serignac 17.5.2024

Nochmals einen schönen Abend mit meiner Warmshowergastgeberin. Nach einer Stadtführung kocht sie für mich ein Magret de Canar mit Gemüse und Teigwaren und wir diskutieren übersReisen und das Leben mit und ohne Kinder.
Vor 8 Uhr bin ich schon wieder unterwegs, denn für den Nachmittag ist Regen angesagt und da möchte ich den grossen Teil der Strecke gemacht haben. Nach wenigen Kilometern erreiche ich den Canal entre les deux Mère und der sollte mich bis ans Mittelmeer begleiten. Nur dass er ab Toulouse Canal du midi  heisst. Und wirklich gegen Mittag beginnt ein leichter Nieselregen. In Damazan, einem kleinen Städtchen finde ich ein unscheinbaren Bistro. Unscheinbar? – So macht es den Eindruck aber als ich mein Essen bekomme muss ich mich korrigieren. Es ist die hohe Kunst des Kochens was mir da serviert wird.
Um 2 hats aufgehört zu regnen und ich erreiche mein heutiges Ziel trocken. In Serignac hats einen Campingplatz für Velofahrer.  Schöne Plätze fürs Zelt,  WC, Dusche und eine Steckdose uns Handy aufzuladen, also alles was das Radfahrerherz begehrt. Von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt.

La Reole 16.5.2024

Wieder verbringe ich einen schönen Abend mit meinen Warmshowergastgeber. Pauline, die 6 Jährige Tochter von Claire und Antoine, fragt mich nach allen Abenteuern aus, die man auf Veloreisen erlebt, denn sie wollen nächstes Jahr in 4 Monaten bis nach Budapest fahren. Während Maël, der 4 jährige Sohn mehr an den Chips interessiert ist.
Als ich am Morgen losfahren will ist es bewölkt aber trocken. Es geht weiter der ehemaligen Bahnlinie entlang. Mit nur wenigen Regentropfen erreiche ich Soveterne, ein kleines Städtchen mit einem großen Dorfplatz der recht schön wäre, wenn er nicht, wir meistens in Frankreich, mit Autos überfüllten wäre. Nach einem 2. Zmorge scheint die Sonne und ich mache mich wieder auf den Weg. Bis nach La Reole sind es nur noch 20 km aber es wird heute noch mehrfach Regen geben.  Dass es nicht mehr der Bahnlinie entlang geht merke ich am hügeligen Gelände schnell. Als ich dann kurz nach 14 Uhr in La Reole bin habe ich gerade noch Zeit mein Velo unter einem Baum anzubieten und in eine wiedermal Bäckerei zu flüchten. Es regnet in Strömen. Und da warte ich jetzt bis meine Warmshowergastgeber um 17.30 nach Hause kommen.

Créon 15.5.2024

Das das Wetter mir eher den Nachmittag für meine Fahrt empfiehlt habe ich schon am Vortag gesehen und so packe ich meine Sachen gemütlich zusammen und lasse mich von Google zur nächsten Bäckerei führen. Aber was für eine Bäckerei. Vorne der Verkaufsraum mit Haufenweise knusprigen Broten und Süssgebäck vom feinsten. Dann ein langer Tisch der einem zum Frühstück einlädt und hinten die Backstube wo mich der Bäckergeselle gleich zur Besichtigung einlädt. Er erklärt mir wie er einfeuern muss und wie er dann die Wärme im Backraum an den richtigen Ort leitet.
Wenn jemand wissen will wieso man Bordeaux besuchen sollte: „Boulangerie Au Pétrin Moissagais“
Um viertel vor Zwei schiebe ich mein Velo auf die Strasse – und drehen gleich wieder um. Einen Regenschauer und 2 Kapitel später der nächste Versuch. Und ich komme 7 km bis ich beim nächsten Supermarkt unterstehen kann. Dasselbe nochmals bei km 11 und einem Lidl aber dann geht’s ohne weiteren regengeschuldeten unterbruch weiter bis nach Créon. Der Weg, es ist der EuroVelo 3 führt auf einer ehemaligen Bahnlinie wunderschön durch Wälder und keinen Seen entlang.

Bordeaux 14.5.2023

Die Stadtführung war mit etwas viel Geschichte und eigentlich sollte ja Bordeaux Frankreichs Hauptstadt sein aber das war aus Militärstrategischen Gründen nicht möglich, aber es ist die Welthauptstadt des Weines. Bausünden gab’s hier auch. Als die Engländer hier waren haben sie die Kathedrale so schlecht gebaut, dass sie das Gewicht und die Vibrationen der Glocken nicht ertragen haben und so wurde daneben ei Glockenturm gebaut.
Am Nachmittag  gehe ich zum Cité de Vin.
Das Museum ist sehr interessant und Abwechslungsreich. Die Geschichte des Weines, die weltweiten Weinregionen,  die Herstellung, wieso der in verschiedenen Regionen  verschieden schmeckt und wie sich die Geschmäcker und Moden im Laufe Zeit verändert haben wird mit Bildern, Videos, Audio, Text und speziellen Ausstellungsräumen gezeigt. Ich habe sogar den Eindruck gewonnen die Ausstellung war nicht mal Tendenziös, in der Art, dass nur Bordeauxwein der richtige ist.
Heute war das Wetter vor allem abwechslungsreich. Ich bin rumspaziert und immer wenns ein Regenschauer gab bin ich mit Tram, Bus oder Schiff wo anders hingefahren. Zum Schluss des Aufluges habe ich dann noch in der ‚École de Vin ‚ einige Burgunder ausprobiert. Aber die Unterschiede zwischen den teuren und den sehr Teuren konnte ich nicht wirklich feststellen. Ein Sommelier werde ich wohl nie werden.
Und jetzt das wesentliche meines Aufenthalts in Bordeaux. Meine Zukunft, wie geht’s weiter. Ich werde morgen südöstlich nach Toulouse fahren. Dann dem Canal du midi entlang zum Mittelmeer  und dann durch das Rohnetal in die Schweiz.
Die ersten 2 Etappen werden eher kurz, denn da ist etwas Regen angesagt. Das heisst ich muss die Momente ser Aufhellungen anpassen. Ich habe auch schon die ersten 2 Übernachtungen bei Warmshowergastgebern. Da freue ich mich speziell darauf.

Bordeaux 13.5.2024

Ein Gewitter in der Nacht hat mich weiter nicht gestört und am Morgen beim zusammenpacken war das Zelt auch schon wieder trocken.
Die 39 km nach Bordeaux sind auf einer schnurgeraden Strasse und am Sonntag morgen hats kaum Verkehr. Eine Pause muss ich machen um einen Regenschauer in einem Bushäuschen abzuwarten. Mein Hotel gefällt mir. Nahe des Centrums, in einem Altstadthaus und unten hats eine große Lounch mit Küche.
Heute werde ich eine geführte Stadtbesichtigung machen und ev. In die Cité de Vin gehen.

Tage des Abschiedes 11.5.2024

Man kann ja vieles über die Franzosen sagen, aber Velowege bauen können sie, wenn sie wollen. Geistern bin ich von meinem 95 km 80 auf einem Veloweg, durch Wälder und Felder gefahren, keine Autostrasse weit und breit. Nur alle 15 km eine gut gesicherte Überquerung einer Nebenstraße. Einziger kleiner Mangel, obwohl ich dem Meer entlang fahre sehe ich das Meer kein einziges Mal. Aber das ist klagen auf hohem Niveau.
Eigentlich hatte ich im Sinn heute meinen ersten 100 km zu machen, aber bei km 95 finde ich den idealen Schlafplatz. In einem Wald, eben und kein Lärm, ausser dem rauschen der Wellen. Ja, das Meer ist gleich hinter der Düne und so komme ich noch zu einem Bad am Abend.
Am Morgen sind nochmals 20 km auf dem idealen Veloweg. Dann kommen wider ein Mix zwischen sehr gut und mässig. Ich mache vorwärts denn das Wetter soll sich am Sonntag ändern und dann möchte ich in Bordeaux sein. Das Meer sehe ich nur noch von weitem und das ist dann auch mein Abschied vom Meer – genauer gesagt vom Atlantik. Denn ich habe eine neue Variante meiner Weiterreise und da würde ich dann noch ein anderes Meer sehen. Aber dazu später.

Ein weiterer Abschied ist der des EuroVelo 1. Den wede 7ch auf dieser Reise nicht mehr befahren. Meinen ersten 100 km mache ich heute. Zwischen Eisenbahn und Strasse finde ich bei km 103.4, 36 km vor Bordeaux, meinen Schlafplatz.

Atlantik Richtung Norden 9 5.2024

Der Abend mit meinem Warmshowergastgeber  war sehr angenehm. Wir, Vater, Sohn und ich, haben Karten gespielt und uns Geschichten von unseren Veloreisen erzählt.
Über dem Strand hing Nebel, was mich an Californien im Sommer erinnert. Und dann wieder ein Wegweiser auf die EuroVelo 1.
Wie gestern in Spanien, die ersten 10 km der perfekte Veloweg und dann die schnale, vielbefahrene Autostrasse. Nur dass in den Autos nicht die rücksichtsvollen Spanier sondern die nervösen Franzosen sitzen. Das heißt auch bei kleinen Steigungen stossen, so dass zwischen mir und den Autos noch ein Fahrrad ist und beim runterfahren in der Mitte der Spur fahren, dass sie gar nicht auf die Idee kommen zu überholen. Doch dann hats wieder Velowege.
Einen guten Platz zum übernachten zu finden ist schwierig, so nahe am Meer. Doch dann finde ich ein Picknickhäuschen wo ich mich daneben einrichten kann. Mir kommt die luxuriöse Situation in den USA in den Sinn, wo mann in allen Stadtparks sein Zelt aufschlagen konnte.

San Sebastian 7.5.2024

Die Sonne scheint und es ist recht warm als ich mich über den Strand Richtung Zentrum aufmache. Aber nicht einmal die Hälfte des Weges schaffe ich trocken. Bevor es richtig schüttet kann ich gerade noch unterstehen. Unter der Uferpromenade hat es einen gedeckten Weg und einige Fitnessclubs. Von da geht man nach dem Training noch schnell ins Meer Schwimmen. Und nicht nur ein paar wenige. In vielen grossen und kleinen Gruppen  wird da bei jedem Wetter gebadet.
Sobald der Regen etwas nachgelassen hat suche ich mir ein trockenes Café um den nächsten Schauer abzuwarten.
Auf den Berg hinter der Altstadt steigen und einen Bummel durch eben diese Altstadt steht auf dem Programm. Sehr hübsch ist sie und recht belebt. Und ein paar imposante Kirchen stehen herum.
Auf dem Rückweg zum Hostel kann ich nicht den Strandweg nehmen, denn es ist Flut und da kommt man nicht durch.
Morgen sind es nur etwas über 20 km bis nach Frankreich. Da habe ich gleich nach der Grenze einen Warmshowergastgeber. In Spanien hat das nie geklappt obwohl ich viele angeschrieben habe. Meistens bekam ich gar keine Antwort.

Wie weiter in Frankreich

Bin mir am überlegen welche Route ich in Frankreich nehmen soll. Zeit habe ich auf jeden Fall genug.
Bordeaux Schweiz direkt ist kürzer aber mit mehr Steigungen. Es geht durch Gebiete wo ich noch nie war.
Über Nates 600 km mehr und flach. Alles auf EuroVelo 1 und 15. Also Velowege. Schweiz Nantes bin ich mit Nathalie schon mal gefahren.
Hat jemand Ideen dazu oder einen ganz anderen Vorschlag?

Lift und Rolltreppen 7.5.2024

Morgens darf ich nicht zu früh los, denn es Regnet noch etwas. Aber um halb neun ist es gut. Und schon bald sehe ich auch wieder die Sonne. Eine kleine Autostrasse mit kaum Verkehr und leichtem auf und ab, führt mich der Küste entlang. Nach Deba, das sehe ich auf meinem Navi, hats eine starke Steigerung. Aber da treffe ich auf einen Lift. Schon in Bilbao habe ich gesehen dass es hier viele Aussenlifts und Rolltreppen gibt von einem Quartier ins andere. Praktisch, denke ich mir, so mache ich mir eine leichte Steigung. Fehl gedacht, nach dem Lift kommen noch 200 Höhenmeter mit 15-25% Steigung. Hier treffe ich wieder auf viele Pilger,  die die Nordroute nach Santiago nehmen.
Gegen Abend komme ich in San Sebastian an. Da will ich auch einen Tag bleiben, bevor ich die 20 km zur französischen Grenze unter die Räder nehme.

Eine lustige Begebenheit die mir im Zug nach Gerniko passiert ist. Ein junger Spanier im Abteil neben mir fragt mich über meine Reise  aus. Auf Antwort auf die  Frage nach meinem Atler reagiert er fällig fasziniert und beginnt den ganzen Wagen über meine Reise zu orientieren. Als ich ihm dann noch sage, dass ich letztes Jahr mit Windsurfen angefangen habe ist er völlig aus dem Häuschen. Wie ich das mache, so möchte er auch werden.