Route 66

Die Geburtstagsparty war ein Konzert und der Schlagzeuger hatte Geburtstag. Rock und Blues spielten sie. Hat mir sehr gefallen. Mein Gastgeber hat für die Band aus einer Axt vom Baumarkt eine Bassgitarre (siehe Bild)  gemacht. Tönte phänomenal. Sonst macht er Kunsthandwerk aus Metall. Zum Beispiel auch die Moose die im Haus und auf dem Gelände überall herumstehen. Die grosse Überraschung dann am Morgen. Rührei mit Morcheln aus dem Wald ums Haus. Mit diesem sensationellen Zmorge mache ich mich auf den Weg. Auf und Ab ohne Ende. Nach weiteren 35 km treffe ich auf die Route 66. Darauf habe ich mich schon lange gefreut. Aber welche Enttäuschung. Die Servicestrassen die parallel zur Interstate 40 verlaufen sind jetzt auch voller Verkehr. Dazu alle 5 Meter eine Querrille. So macht das fahren kein Vergnügen. Das kleine Stück das ich wegen einer defekten Brücke auf die Interstate muss ist auch sehr unangenehm. Die Autofahrer hupen nervös und dort wo der Pannenstreifen ganz schmal wird überholt mich ein Lastwagen ganz knapp, obwohl ich extra gewartet habe bis die Überholspur frei ist. Schon Tags zuvor hat mich ein Pickup Fahrer beim vorbeifahren gestreift, trotz leerer Strasse und genügend Platz. Ob er geschlafen hat oder mit dem Handy gespielt??  Aber ich muss auch sagen, nach 8500 km auf US-Strassen das erste Mal. Hoffen wir es bleibt bei der Ausnahme. Nach 129 km komme ich zu meinem Gastgeber und werde wieder überfreundlich empfangen und auch gleich für das Gartenfest von morgen eingeladen. Nach meiner Route 66 Erfahrung von heute muss ich meine Routenplanung sowieso überdenken und so nehme ich dankbar an. Kartenstudium ist angesagt. Ich entscheide mich nur noch 30 km auf der Route 66 weiterzufahren und dann Diese kurz nach Rolla zu verlassen um meinen Weg Richtung Osten einzuschlagen. Durch Kentucky, Nähe der Grenze von Tennessee nach Virginia und dort bei Lexinton die Appelachen überqueren. Bis dahin bin ich meistens auf dem TransAmetikaTrail und davon habe ich GPS Daten und alle Campingplätze und Einkaufsmöglichkeiten.Da wieder Nordöstlich und den Atlantik südlich von New York  bei Keansburg zu erreichen. Von da gibt es eine Fähre direkt nach Manhattan. So erspare ich mir 2 Tage Stadtverkehr. Jetzt noch alles ins Navigationsprogramm übertragen. Nicht ganz einfach denn den Amerikanern fallen anscheinend nicht genügend Ortsnamen ein. Selbst in denselben Staaten gibt’s Dörfer mit denselben Namen. Dann die Schlussrechnung. 2227 km und  19090 Höhenmeter gibt mein Navy an. Geteilt durch 25 Tage,damitt ich am 24.5. In NY bin, ergibt 89 km pro Tag. Da sollten noch ein paar Badetage an der Atlantikküste drinnliegen. Mit meinem Gastgeber gehe ich noch Eis kaufen und einen grossen Tisch holen für den Abend und so warte ich wieder mal gespannt auf die Party von heute Abend.

2 Gedanken zu „Route 66

  1. Schön dass die Antiloppen bei mir angekommen sind. Dake. Wie heissen die ? Weisst Du das ? Es gibt ja so viele verschiedene Arten.

    Ich bin wieder zurück, bei mir. Alles geht gut.

    Ich liebe es deine Berichte zu lesen und deine Abentteuer. Jetzt hast Du auch Kühe gesehen und Vogel gehört. Wann zeigst Du mir Blumen? Gibt es zur Jahreszeit noch keine Blumen in Amerika? Bei uns ist nun Frühling, so schön.

    Für die zweite Hälfte wünsche ich dir eine wunderschöne Zeit mit Fahren und Erlebnissen.

    Hoffe du berichtest auch weiterhin fleissig.

    Danke
    L.G. Claire

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