Nach Lisabon 13.4.2024

erst ein paar km Sandpisten bis wir wieder die Hauptstraße erreichen. Der Verkehr ist erträglich aber es bleibt die Hauptstraße bis zur Fähre die uns nach Setubal bringt. Gleich nach der Stadt nehmen wir eine Seitenstraße um einen Übernachtungsplatz zu finden aber der 1. Weg führt uns in ein Militärgebiet. Der 2. Versuch geht über einen Singeltrail und bringt uns zum perfekten Schlafplatz. Weich, flach, mit schöner Aussicht und ein paar grossen Steinen als Sitzplatz.
Am Morgen geht’s weiter auf dem Singeltrail aber um auf die Straße zu kommen müssen wir unser ganzes Gepäck wieder mal über einen 2 Meter hohen Zaun heben.
Nach recht Verkehrsreicher Straße erreichen wir Seixal und hier die Fähre, die und nach Lisabon bringt.
Unser Hotel ist ganz in der Nähe. Aber das heisst nichts in Lisabon. Über Treppen, steile Anstiege entlang der Drahtseilbahn führt uns der Weg in eine Gasse, wo das Hotel auch nicht ist. Bei einem weiteren Versuch, anderes Hotel, haben wir mehr Glück. Im 4 Stockwerk bekommen wir ein sauberes Zimmer.  Aber auch da ist von aussen nichts angeschrieben. Das ist so üblich in Portugal, das es an den Hauseingängen keinerlei Namen angeschrieben hat. Das ist seit der Diktatur so, um sich vor der Geheimpolizei zu verstecken.
Es ist schon eine Umgewöhnung nach 9 Tagen einsame Plätze zum schlafen, die große Stadt und ein Zimmer mit Bett zum Schlafen.
Leider hat in unserem Hotel kein Platz für eine 2. Nacht. So sind wir gezwungen zum wechseln. Charly geht mit dem Velo zu allen Decatlons um eine Schachtel zu finden um sein Velo für die Rückreise zu verpacken und ich mache es mir im Zentrum mit einem Bier gemütlich.

Wanderer und Velofahrer 10.4 2024

Am Morgen finden wir einen kurzen Moment ohne Regen wo wir unsere Sachen trocken zusammenpassen können. Kaum auf den Rädern beginnts wieder. Die meisten Regenschauer warten wir bei einem Café, Essen, Bier ab. Wir haben einen richtig kleinen Pass zu bewältigen. 330 Meter hoch ist der Übergang zur Westküste.
Ganz am die Küste kommen wie noch lange nicht. Wir fahren durch viele Plantagen aber wir erkennen die Früchte noch nicht, da alles noch sehr jung.
An einem Bewässerungskanal übernachten wir und können unsere Füsse Baden.
Heute Dienstag ist der Tag der Umwege und der langen „Abkürzungen“. Der EuroVelo 1 endet plötzlich an einem 3 Meter hohen Zaun. Wir schieben unsere Velos über Wiesen und Felder bis wir endlich einen Ort finden wo ser Zaun nur 1.5 Meter hoh ist und wir Gepäck und Velos darüber heben können. An einem anderen Ort nehmen wir eine Abkürzung die wo der Weg plötzlich endet. Nach einer Stunde Suchen  nach einer Fortsetzung des Weges kehren win um.
Wir fahren durch schöne Heidelandschaft auf ca. 50 müM. Und alle 15-20 km geht’s steil runter zu einer Meeresbucht und genau so steil wieder rauf. Hier begegnen wir den Wanderer, die den Küstenweg machen. Zu zweit, in kleinen Gruppen, bis zu ganzen Bussladengen. Die kleinen Abschnitte des Küstenweges, die wir vom Velo aus sehen machen Lust sie auch mal zu begehen.
Auch Radfarer treffen wir,  aber meist Tagesausflüge mit E Bikes.
Einen der schönsten  Übernachtungsplätze finden wir, mit Blumenwiesen um uns herum. Nur das laute Hundegebell die ganze Nacht und der krächzende Hahn am frühen Morgen gefallen weniger.
Heute ist die Strecke ähnlich. Wir planen nur bis Sines zu fahren und dort ein Hotelzimmer zu nehmen. Aber es ist eine schmucklose Industriestadt, so dass wir nach einem erstklassigen „Arroz mariscos“ noch 25 km weiterfahren und auf einem Zeltplatz übernachten.

Ans offene Meer 7.4.2025

Zurück nach Faro und dann geht’s nach unserer kleinen Zusatzschleife richtig los. Der Küste entlang nach Westen. Wir sind auf dem EuroVeloweg 1 der bis ans Nordkapp hinauf geht. Aber das mit der Velowegen hier ist sehr abenteuerlich. Zum Teil perfekt und schön und dann wieder auf viel befahrenen Hauptstraße. Manchmal mit Velostreifen manchmal nicht. Aber die Autofahrer verhalten sich meist sehr anständig und nehmen Rücksicht.
Gegen Abend wird bewölkt und es soll regen geben. Wir entschließen uns doch draußen zu übernachten und kaufen in Albufaira noch ein. Ein paar km weiter finden wir den Perfekten Schlafplatz. Die Velos stellen wir in die Ruine einer Windmühle, so bleiben die mit dem Gepäck trocken.
In der Nacht regnets dann wirklich aber am Morgen ists wieder Wolkenlos.
Mittags kommen wir in Portimao an und da so richtig ans offenen Meer. Und mit der warmen Sonne macht das Baden spass.
Wie üblich folgen wir dem abwechslungreichen EuroVelo 1.
Eine weitere Nacht im Zelt steht uns bevor

Fuseta

Fuseta, 5.4.2024
Mit grosser Geschwindigkeit fährt  Kommisarin Graciana um die Kurve, kann den Wagen geradenoch auffangen. Den Radfarer dervor schreck in den Graben fährt sieht sie nicht einmal. Senior Lost der neben ihr sitzt sieht alles aber sagt nichts dazu.
So geht’s zu in den Krimi „Lost in Fuseta“ von Gil Ribeira, den ich mir gerade ala Hörbich anhöre. Und er hat mich auf die Idee gebracht meine neue Radtour hier anzufangen.
Vor 2 Tagen sind wir von Basel nach Faro losgeflogen. Am Flughafen hat es angefangen mit den positiven Überraschungen. In der Ankunftshalle mit den Gepäcksbändern hat 2 Stationen mit Veloständern und Werkzeug wo man die verpackten Velos wieder fahrbereit machen kann.
Nahe vom Flughafen haben wir ein Hostel für die erste Nacht gebucht. Und das Glück ist uns weierhin hold. Das Hostel hat einen schönen Garten wo wir abends noch ein Bier bekommen und am Morgen  unsere Velos für die Reise fertig bereitmachen können. Wir, das sind Charly und ich. Charly begleitet mich bis Lisabon auf meiner Velotour.
Wir fahren aber zuerst Richtung Osten nach Fuseta. Wo eben der Krimi spielt den ich mir anhöre. Gleich neben dem Stadtzentrum hat einen guten Campingplatz, wo wir uns einrichten.
Das Restaurant wo wir Essen hat den Perfekten Besitzer, der uns ein Regionales Menu zusammenstellt wie wir es niemals so gut hätten auswählen können.
Am nächsten Morgen, heute, machen wir eine schöne Tour durch die Salzsalinen Richtung Osten, ohne Gepäck und zurück auf unseren Campingplatz.

Wieder mal eine neue Tour

Am 3. April gehts wieder auf Reisen. Zusammen mit Charly fliege ich nach Faro in Portugal. Mit dem Velo erst eine Schlaufe Richtung spanische Grenze. Dann zurück alles der Küste entlang, wo wir nach spätestens 10 Tagen in Lisabon ankommen sollten. Denn dann fliegt Charly zurück und ich fahre alleine weiter über Porto nach Spanien. Durch Nordwestspanien nach Frankreich und zurück in die Schweiz. Zwischen 3000 und 3800 km sollten des werden und ich denke, dass ich nach knapp 3 Monaten, ende Juni wieder zuhause bin.

Ab anfang April werdet ihr dann wieder regelmässig berichte und Bilder bekommen

Der Schluss

Wir sind wieder bei der Fähre zum Festland angekommen. Wir waren jeden Tag Baden, haben meistens am Vormittag einen Aufstieg auf einem alten Pfad gemacht, mit anderen Worten die Velos geschoben, gezogen oder getragen und am Nachmittag eine schnelle Abfahrt auf geterter Strasse. So sind wir trocken hier am Hafen angekommen. Kaum hier hats angefangen zu Regnen und so warten wir bis es aufhört. Dann gehen wir zu unserem Nachtplatz zum Baden, Grillieren und schlafen.
Morgen dann auf die Fähre, eine Stündige Wanderung zum Auto und dann heimwerts.
Insgesamt bin ich 1300 km gefahren und habe 10000 Höhenmeter überwunden.

Malj LLjosinj

In der Zwischenzeitlich sind wir im Malj Ljosinj und da haben wir ein Zimmer genommen. In der Nacht auf Montag hats angefangen zu regnen. Wir konnten das Zelt in einer Regenpause zusammenlegen, wurden dann aber auf der Fahrt nach Malj Ljosinj wiederum kräftig nass. Bei den warmen Temperaturen war das aber kein Problem.
Jeztz warten wir die nächste Regenpause ab um einzukaufen. Am Nachmittag soll die Sonne wieder scheinen und für den Rest unserer Reise bleibts schön.
Ich habe im sinn etwas weniger zu schreiben, da die Tage hier zwar schön sind, aber zum schreiben nicht viel hergeben. Falls wir spannendes erleben melde ich mich wieder.

Bilder folgen

Cres

Cres
Wir steigen einen alten Pfad hoch. Der Weg ist sehr anstrengend, holprig und steil. Immer wieder müssen wir das 3 Rad tragen. Aber der Weg ist spannend und schön. Inklusive Pausen brauchen wir 4 Stunden für 4 Kilometer. Um die Mittagszeit kommen wir wieder auf eine geteerte Strasse. Herrlich wenns so ring vorwerts geht. Die Abfahrt nach Cres geht dann nochmals rassiger. Wir finden ein Restaurant wo wir nachmittags um 3 Essen können.
Dann gehts zum Einkaufen und zum Baden. Um eine Bucht herum fahren wir noch und funden den perfekten Platz zum Baden und gleich hintendran einen Olivenhain zum schlafen.

Charly

Ich habe heute nur eine kleine Strecke zum fahren. Von meinem verlassenen Haus aus gehts erst über Trampelpfade wieder zur Strasse. Meist über eine kleine Nebenstrasse, durch verlassene Dörfer fahre ich Richtung Meer. Um 10 kommt das Telefon von Charly. Er sei auch schon in Kroatien. Wir machen ab in Zagorje. Kurz nach Mittag treffen wir uns. Schön kann ich meine Kleider wechseln. Sein Velo bereit machen, umpacken und schon sind wir auf 5 Rädern unterwegs zum Hafen.
Auf der Insel Cres beginnt unser gemeinsames Veloabenteuer. Für die erste Nacht haben wir schon unseren ersten Platz am Meer

Kroatien

Sie war köstlich, die Fischplatte.
Ich bin fast etwas aufgeregt heute wieder alleine loszuziehen. Um halb sieben bin ich unterwegs. Die ersten 11 km auf perfektem Radweg, erst dem Meer entlang, dann ein Tal hoch. Dann beginnt die Steigung bis zu 16% aber alles aufkam befahrenen Strassen. Auf einem Hügelkamn mit wunderbarer Aussicht über Felder und durch Wälder nach Kroatien. Und in Kroatien gehts gleich schön weiter.
Wärend der Mittagspause ziehen dunkle Wolken auf. Ich warte noch etwas um zu sehen wie sich das entwickelt aber es scheint wieder mal nur um mich herum zu regnen. In der Nähe von Lupoglav finde ich meinen Schlafplatz. Auf dem Vorplatz  on einem verlassenen Haus. Sogar ein Plastikstuhl finde ich. Und ein ganz kleines Vordach, das jetzt, beim doch noch einsetzende Gewitter. seine Wichtigkeit bekommt

Izola

Am Freitag Nachmittag treffe ich Charly auf der anderen Seite der Halbinsel. Das sind 1560 Höhenmeter und knapp 100km. Gut ausgeruht sollte das in 1 1/2 Tagen zu machen sein. Also verbringe ich den Tag mit mehr Meer geniessen, Kleinigkeiten am Velo in Ordnung zu bringen und Wäsche zu Waschen. Reinhard macht einen Ausflug nach Umag und abends werden wir zusammen eine Fisch Platte essen

Slovenien

Kurz nach 7 sind wir unterwegs. Zuerst wie mein Navi anzeigt Nordwerts und kommen auf eine sehr stark befahrene Strasse. Manchmal hats ein Radweg auf der anderen Seite aber wenn man drüben ist merkt man dass der nach 100 Metern aufhört. Nach 5 km haben wir genug und fahren Richtung Süden auf die Strecke von Reinhard Navi. Das ist viel angenehmer aber ein rechter Umweg wars schon.
Nacht Monfalcone steigt wieder an und dann eine für nur 80 Höhenmeter eine wunderschöne 10 km lange  Abfahrt nach Triest. Die Stadt zu durchqueren ist mühsam. Extremes auf und ab und keinerlei Velowege. Aber wir kommen durch und können wieder dem Meer entlang nach Slovenian fahren. Bei Izola gehen wir auf einen Campingplatz am Meer.

Dem Meer entlang

Früh, 21h und gut habe ich geschlafen und so bin ich schon kurz nach 6h am zusammenpacken.
Irgendwann zeigt mein Navi links Abbiegen an. Aber links ist nur der Fluss. Da hats einen kleinen Steg zur Fähre. Das wäre eigentlich schön wieder mal ein Fährstück. Aber daraus wird heute nichts, sie ist nicht in Betrieb. Also wieder ein paar km Zurück. Auch das hat vorteile, denn so treffe ich Reinhard. Er ist mit einem motorisierten 3-Rad Liegevelo unterwegs nach Kroatien. Ich kann ihn davon abhalten bis zur Fähre zu fahren und so fahren wir zusammen weiter. Unser fahrrytmus und die Geschwindigkeit ist ähnlich und so fahren und plaudern wir zusammen und einigen uns auf einen gemeinsamen Übernachtungsplatz. Für ihn muss es ein Campingplatz sein denn er muss seinen Veloakku nachladen und für mich nicht so weit wie er wollte, denn ich habe schon ein paar km mehr in den Beinen. Nahe ven Cervignano del Friuli finden wir einen Camping mit Pool.

Venedig

Die Nacht ist schrecklich. Schon am Nachmittag beginnt es mit dem Heuschnupfen und er wird immer stärker. Ich schlafe kaum. Am Morgen nehme ich mir Zeit. Zum Glück habe ich für heute nur eine kurze Etappe geplant.
Nach Venedig fahre ich einen langen Damm. Aber es ist nicht so, dass ich mit dem Velo bis zum Markusplatz fahre Und dort die Fähre nehme. Ich muss beim grossen Fährhafen einsteigen und sehe die Altstadt nur vom Schiff aus. In Lido muss ich umsteigen auf ein anderes Schiff. Die nehmen nur 4 Velos pro Schiff, es hat 25 Velos vor mir die warten. Alle halbe Stunde kommt ein Schiff und jedes 2. nimmt Velos. Kleine Rechensufgabe!
Mit mir warte Maria aus USA mit ihrem Freund aus Bulgarien, die von Madrid nach Bulgarien unterwegs sind und ein Holländer der nach Kroatien reist. Wir vertreiben gut die Zeit mit Geschichten und Anekdoten die wir auf unseren Reisen erlebt haben.
Nach 2 Stunden kommt ein grösseres Schiff und nimmt alle Velos mit. 20 km fahren wir noch zusammen bis zu meinem Campingplatz. Ich würde gerne mit ihnen noch 1-2 Tage weiterfahren aber die Müdigkeit, Bach der Schlaflosen Nacht gestern macht sich bemerkbar und das Meer lockt auch.
Ich gehe auf einen Camping direkt am Meer und es lohnt sich. Das Wasser ist angenehm warm und eine Pizzeria hats auch.

Schöne einfache Veloroute

In der Nacht hat es geregnet und gewittert. Ich stehe zwischendurch mal auf um das Zelt zu sichern. Die Heringe halten nicht gut und so lege ich das Velo drauf.
Der Morgen ist dann wieder wunderschön. Und auch die Strecke ist perfekt. Erst kleine Strassen, dann ein Radweg entlang einer Ehemaligen Bahnlinie. Und so gehts weiter bis zu meinem Warmshowergastgeber.
Auf dem Land, mir vielen Wiesen, Bäumen und Büschen. Alexandro und sein Sohn sind in der Garage und Basteln an einem Motorrad. Sie begrüssen mich freundlich und nehmen sich gleich meinem Velo an. Bei der letzten Abzweigung ist mir das Velo ausgerutscht und dabei ist das Tachokabel gerissen. Nach einer Stunde ist alles wieder OK. Leider ist die unterhaltung  etwas schwierig denn die beiden sprechen nur italienisch, der Sohn ganz wenig Englisch. Aber es hätte kaum viel Unterhaltung gegeben, denn sie fahren morgen in die Ferien und sind noch am Packen. Ich bekomme einen Wohnwagen für mich zum schlafen.

Verona

Es geht runter zum Gardasee. Die ersten Cafés entlang der Strandpromenade öffnen gerade, was mir sehr passt. Nicht dass ich neuerdings Café trinke, mein Sinn steht mir mehr nach Toilette. Natürlich setzt ich mich auch hin und geniesse Aussicht und Frühstück.
Weiter auf den wie die letzten Tage üblichen sehr unterschiedlichen Velowegen durch Verona. Nach 108km finde ich südlich von Vincenca einen schönen Nachtplatz. Ihr habt euch vielleicht schon gefragt ob ich denn gar keine Warmshowers Gastgeber besuche: ich mich auch. Aber alle die ich angefragt habe, haben nicht reagiert oder abgesagt. Aber morgen ändert sich das. 25km vor Venedig empfängt mich ein Radfahrer. Das sind dann noch etwa 70km, also gut zu schaffen wenn alles klappt.

Brescia

Es dauerte dann noch bis 20h bis ich ein Hotel hatte. Nicht mehr vorhanden, nicht Funktionirende Logins für Onlinehotels, Ausgebucht usw.
Heute Gings bewölkt weiter. Die Velowege sind nicht gerade Velofreindlich. Das vorgesehene Trottoir ist so schmal dass knapp ein Fussgäner drauf Platz hat und davon hats hunderte. Wie da noch ein Velo Platz haben soll?
Ausserhalb Bergamo wird besser und zum Teil richtig schön. Ohne dass ich es richtig merke bin ich Plötzlich in der Altstadt von Brescia.
Ich muss die Übernachtung Planen. Der Sinn steht mir nach wild Campen. Beim Gardasee gehts kaum und nachher kommt schon bald Verona. Kurz vor dem Gardasee hats ein bewaldete Hügel. Eine kleine Strasse die raufführt heisst Belavista. Das tönt doch schon mal gut. Und tatsächlich finde ich einen guten Platz. Zwar ohne Aussicht aber sonst perfekt.

Italien

Obwohl Regen angesagt war und ist kann ich mein Zelt trocken zusammenpacken. Über Melde fahre ich nach Chiasso und verlasse die Schweiz. Jetzt gehts Ostwerts Richtung Bergamo. Die Velo route hält viele Überraschungen bereit. Viel befahrene Autostrassen ohne Velostreifen, romantische Waldwege, abenteuerliche Singeltrails und steile Aufstiege auf Pflasterstein. Zur Überquerung des Flusses Addo für mich eine Strasse zum Fluss runter. Doch die Fähre hat den Betrieb eingestellt. 5 km südlich hats eine Brücke. 22% Steigung hat die Strasse dort rauf.
Als ich gegen 16h beginnen will ein Hotel zu suchen beginnen die Gewitter. Zum Glück bin ich bei einem Café

Tessin

Ich Habs wirklich gut getroffen mit meinem Schlafplatz. Nicht nur dass ich eine schöne Aussicht hatte u d ein paar Steine zum sitzen, auch keinen Tropfen Regen hat mich getroffen. 1.5 km weiter war die Strasse nass mit kleinen Regenpfützen.
Schnell gehts voran. Die 50 km bis nach Bellinzona sind ohne Anstrengung zu machen. Dann aber wieder ein Pass. Dem Monte Ceneri. Der ist zwar nicht sehr hoch aber es ist warm geworden und die 300 Höhenmeter bringen mich mehr ins Schwitzen als der Gotthard gestern.
Bis zum Campingplatz bei Lugano ist der Radweg meine Herausforderung. Neben schlechter Markierung, Schlaglöchern und Schotterpisten haben sie auch 4 Treppen eingebaut.
Der Campingplatz Lago Lugano ist sehr hübsch, direkt am See, günstig und man bekommt sogar das Tessin Ticket mit dem man den ÖV des ganzen Kantons benutzen kann.
Ich bleibe auf dem Camping. Es ist in der Zwischenzeit warm und schwül dass das bewegen kein Spass macht

Gotthard

Es sind noch viele Radler gekommen und zum Frühstück sind wir alle einen Moment zusammengesessen. Aber am Morgen halte ich es nie lange aus und so bin ich dann als erster losgefahren. Bei unerwartete Sonnenschein und strahlend blauem Himnen fahre ich erst mal 5 km flach bis nach Hospital. Aber dann beginnt die Steigung. Nicht sehr steil aber für mich genügt es zum stossen.
Obwohl ich mehr als die Hälfte vom Anstieg gestern gemacht habe bleibt mir noch genügend für heute.

Auf dem alten Saumpfad sehe ich einen Mann in einem Rollstuhl der auch den Gotthard bezeingen will. Ich bin froh, als ich um Mittag oben ankomme. Gestern habe ich mir noch gedacht ich fahre die neue Strasse herunter aber beim Hospiz angekommen zieht es mich magisch zur Tremola. So eine spektakuläre Strecke gibt es keine zweite.
In Airolo kaufe ich ein und suche dann abseits der Strasse, gut versteckt einen Schlafplatz.